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Minijob anmelden

Minijobs sind aus der heutigen Arbeitswelt nicht mehr wegzudenken. Arbeitgeber wissen die Flexibilität sehr zu schätzen, während viele Arbeitnehmer:innen ihr Einkommen mithilfe eines entsprechenden Nebenverdienstes aufstocken. Dass ein solcher Minijob angemeldet werden muss, steht außer Frage. Hier erfahren Interessierte mehr zu diesem Thema.

Das macht einen Minijob aus

Wenn von einem Minijob die Rede ist, ist stets eine geringfügige Beschäftigung gemeint. Die Geringfügigkeit der Beschäftigung ergibt sich vor allem aus der Tatsache, dass das monatliche Entgelt eine bestimmte Höhe nicht übersteigen darf. Die aktuelle Verdienstgrenze liegt bei 520 Euro. Im Gegensatz zu einem klassischen Beschäftigungsverhältnis zeichnet sich ein Minijob durch einen pauschalen Beitrag zur Kranken- und Rentenversicherung aus, wobei kein Krankenversicherungsschutz begründet wird.

Die Vorteile eines angemeldeten Minijobs aus Arbeitgebersicht

Die Anmeldung eines Minijobs geht mit einem gewissen bürokratischen Aufwand einher. Zudem hat man als Arbeitgeber neben dem eigentlichen Lohn des Minijobbers noch zusätzliche Kosten. Schwarzarbeit in Form eines nicht angemeldeten Minijobs ist aber auch keine Option, schließlich birgt dies einige Gefahren. Zudem sollte man als Arbeitgeber:in um die folgenden Vorteile einer Minijob-Anmeldung wissen:

  • Absicherung durch Arbeitgeberversicherung
  • Unfallversicherung
  • einheitliche Pauschsteuer
  • steuerliche Absetzbarkeit

Diese Optionen gibt es bei der Anmeldung eines Minijobs

Die Minijob-Anmeldung bietet nicht nur einige Vorteile, sondern ist zudem auch Pflicht. Wer dieser nachkommen und einen Minijobber anmelden möchte, sollte wissen, dass es den Minijob im Haushalt und den Minijob im Gewerbe gibt. Die Anmeldung kann dabei stets auf den folgenden Wegen erfolgen:

  • telefonisch
  • postalisch
  • online

Diese Angaben sind für die Anmeldung eines Minijobs im Haushalt erforderlich

Wer einen Minijobber beschäftigt, weiß die Vorzüge dieses Beschäftigungsmodells zu schätzen. Grundsätzlich hält sich die Bürokratie zwar in Grenzen, aber im Zuge der Anmeldung müssen trotzdem einige Angaben gemacht werden. Diejenigen, die eine Haushaltshilfe auf Minijobbasis anmelden möchten, müssen üblicherweise die folgenden Angaben machen:

  • persönliche Daten des Arbeitgebers
  • Betriebsnummer und Steuernummer des Haushalts
  • persönliche Daten der Haushaltshilfe
  • Angaben zur Beschäftigung und zum Entgelt
  • Rentenversicherungsnummer der Haushaltshilfe
  • Bankverbindung

Erforderliche Angaben für die Anmeldung eines Minijobs im Gewerbe

Unternehmer:innen, die die Flexibilität des Minijobs schätzen und daher in ihrem Betrieb auch auf Minijobber/innen setzen, sollten diese selbstverständlich anmelden. Dabei verlangt die Minijob-Zentrale die folgenden Angaben:

  • Meldeart: Anmeldung
  • Meldegrund: Beginn der Beschäftigung
  • Betriebsnummer
  • Betriebsstätte
  • Name, Anschrift und Kontaktdaten des Minijobbers
  • Versicherungsnummer
  • Personen- und Beitragsgruppe
  • Beschäftigungszeit
  • Angaben zur Tätigkeit

Checkliste: Daran erkennt man einen angemeldeten Minijob

Die Minijob-Anmeldung obliegt stets dem jeweiligen Arbeitgeber, sodass man als Minijobber:in nicht wirklich daran beteiligt ist. Dennoch sollte man sicher sein, dass es sich um einen angemeldeten Minijob handelt. Die folgende Checkliste zeigt auf, welche Optionen Minijobber:innen haben, um zu checken, ob ihr Minijob angemeldet ist:

  • Nachfrage beim Arbeitgeber
  • Nachfrage über die Hotline der Minijob-Zentrale

Darüber hinaus sind die folgenden Dinge wesentliche Merkmale eines ordentlich angemeldeten Minijobs:

  • schriftlicher Arbeitsvertrag
  • monatliche Abrechnungen
5 Tipps für Minijob-Arbeitgeber:innen

Wer Minijobber:innen beschäftigen möchte, profitiert von der Flexibilität einer geringfügigen Beschäftigung. Zugleich muss man als Arbeitgeber:in einiges beachten und sollte die folgenden Tipps beherzigen:

  • Greifen Sie auf Vorlagen und Muster der Minijob-Zentrale zurück!
  • Lesen Sie die Broschüren der Minijob-Zentrale!
  • Zahlen Sie mindestens den Mindestlohn!
  • Verwenden Sie für die Abrechnungen eine Buchhaltungssoftware!
  • Konsultieren Sie gegebenenfalls einen Steuerberater!

FAQs

Wo muss man Minijobber:innen anmelden?

Minijobber:innen müssen bei der Minijob-Zentrale angemeldet werden. Die Minijob-Zentrale ist die zentrale Einzugs- und Meldestelle für geringfügige Beschäftigungen in Deutschland. Die Anmeldung kann entweder online über das Meldeportal der Minijob-Zentrale erfolgen oder durch das Ausfüllen und Einsenden der Anmeldeformulare per Post. Sowohl Arbeitgeber:innen im gewerblichen Bereich als auch Privathaushalte, die eine Haushaltshilfe auf Minijobbasis beschäftigen, müssen den Anmeldeprozess durchführen. Es ist wichtig, die Anmeldung innerhalb von 6 Wochen nach Beginn des Minijobs vorzunehmen.

Wer muss einen Minijob anmelden?

Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen sind verpflichtet, ihre Minijobber anzumelden und monatliche Abgaben zu zahlen. . Dies betrifft sowohl Unternehmen als auch Privathaushalte, die eine geringfügige Beschäftigung anbieten. Es ist wichtig, dass Sie als Arbeitgeber oder Arbeitgeberin die Anmeldepflichten erfüllen, um den Minijob korrekt zu registrieren und die entsprechenden Abgaben zu entrichten.

Wie funktioniert die Minijob-Anmeldung?

Die Minijob-Anmeldung erfolgt in der Regel über die Minijob-Zentrale, die bundesweite Einzugs- und Meldestelle für geringfügig Beschäftigte. Die Anmeldung kann in der Regel sowohl per Post als auch online erfolgen. Um einen Minijob anzumelden, müssen bestimmte Informationen über den Arbeitgeber, den Minijobber und die Beschäftigung angegeben werden. Dazu gehören persönliche Daten, Angaben zur Beschäftigungsdauer, zum Arbeitsentgelt und zur Versicherungsnummer des Minijobbers. Nach erfolgreicher Anmeldung erhält der Arbeitgeber eine Betriebsnummer und kann die monatlichen Abgaben an die Minijob-Zentrale leisten.

Was passiert, wenn ein Minijob nicht angemeldet wird?

Wenn Sie Ihren Minijobber nicht anmelden und somit Schwarzarbeit betreiben, handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit. In Deutschland ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass Minijobs ordnungsgemäß angemeldet werden müssen. Wenn Sie dieser Pflicht nicht nachkommen, können Sie mit Geldbußen belegt werden. Die Höhe der Geldbuße kann je nach Verstoß und den entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen bis zu 5.000 Euro betragen.