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Zweitwohnsitz anmelden

Dass man sich nach einem Umzug beim Einwohnermeldeamt anmelden beziehungsweise ummelden muss, steht außer Frage. Auch diejenigen, die einen Zweitwohnsitz beziehen, müssen diesen anmelden. Wer eine Nebenwohnung anmietet, sollte daher um die erforderlichen Behördengänge wissen. Versäumt man diese, kann dies einerseits ein Bußgeld und andererseits Ärger mit dem Finanzamt nach sich ziehen. Mitunter wird sogar eine Steuerhinterziehung unterstellt. Daher ist es wichtig, die Zweit- beziehungsweise Nebenwohnung ordnungsgemäß anzumelden.

Darum handelt es sich bei einem Zweitwohnsitz

Zunächst stellt sich die Frage, worum es sich bei einem Zweitwohnsitz handelt. Dazu muss man diesen vom Hauptwohnsitz abgrenzen. Die folgenden Definitionen können hier aufschlussreich sein:

  • Hauptwohnsitz:Als Hauptwohnsitz dient typischerweise die Unterkunft, die den Lebensmittelpunkt darstellt. Hier verbringt man in der Regel die meiste Zeit.
  • Zweitwohnsitz:Bei einem Zweiwohnsitz handelt es sich um eine Nebenwohnung, die nicht als Lebensmittelpunkt fungiert.

Bei einem Zweitwohnsitz handelt es sich somit um einen weiteren Wohnsitz neben dem Hauptwohnsitz. Viele Menschen haben eine solche Nebenwohnung aus beruflichen Gründen, um das tägliche Pendeln zu reduzieren. Auch eine eigene Ferienimmobilie kann als Zweitwohnsitz dienen.

Die Meldepflicht für Zweitwohnsitze

Wenn es um die in Deutschland geltende Meldepflicht geht, denken die meisten Menschen an den Hauptwohnsitz. Man muss allerdings auch einen Zweitwohnsitz anmelden. Auch für Nebenwohnungen gilt die Meldepflicht. Innerhalb von zwei Wochen nach Bezug des Zweitwohnsitzes muss man diesen beim Einwohnermeldeamt anmelden. Zuständig dafür ist das Einwohnermeldeamt der Gemeinde, in der sich der Zweitwohnsitz befindet. Liegt die Zweitwohnung im Ausland, muss sie dahingegen nicht angemeldet werden.

Das sind die Vor- und Nachteile eines Zweitwohnsitzes

Bürgerinnen und Bürger, die über die Einrichtung eines Nebenwohnsitzes nachdenken, sollten sich nicht nur der Meldepflicht bewusst sein, sondern zunächst mit den Vor- und Nachteilen einer Zweitwohnung befassen. Dass vieles für eine Nebenwohnung sprechen kann, steht außer Frage. Vor allem Menschen, die weit von ihrer Wohnung entfernt arbeiten, können von einer Nebenwohnung am Arbeitsort profitieren. So müssen sie nicht stundenlang pendeln oder sich im Rahmen der Jobsuche auf den Umkreis ihres Wohnortes beschränken. Wird der Zweitwohnsitz aus beruflichen Gründen benötigt, kann man die doppelte Haushaltsführung von der Steuer absetzen.

In anderen Fällen dient die Nebenwohnung als Ferienunterkunft. So hat man ein zweites Zuhause an einem schönen Ort, wo man stets vom stressigen Alltag Abstand gewinnen kann. Für viele Familien ist dies die perfekte Lösung.

Ein Zweitwohnsitz kann allerdings auch Nachteile haben. Die zusätzlichen Kosten, der bürokratische Aufwand und die Tatsache, dass man beispielsweise die Arbeitstage getrennt von seiner Familie in einer anderen Stadt verbringt, sind hier zu nennen.

Checkliste: Diese Unterlagen braucht man zur Anmeldung eines Zweitwohnsitzes

All diejenigen, die sich nach reiflicher Überlegung für eine Nebenwohnung entschieden haben, müssen den Zweitwohnsitz anmelden. Die folgende Checkliste zeigt auf, welche Unterlagen dazu dem Einwohnermeldeamt vorzulegen sind:

  • Personalausweis oder Reisepass
  • ausgefüllter Meldeschein
  • Vermieterbescheinigung
5 Tipps rund um den Zweitwohnsitz

Die Anmeldung eines Zweitwohnsitzes will stets gut überlegt sein. In vielen Lebenslagen erweist es sich aber als richtige Entscheidung, eine Nebenwohnung anzumieten. Passend dazu sollten die folgenden Tipps Beachtung finden:

  • Beachten Sie, dass auch ein Zweitwohnsitz innerhalb von zwei Wochen angemeldet werden muss!
  • Erkundigen Sie sich, ob in der betreffenden Gemeinde eine Zweitwohnsitzsteuer erhoben wird!
  • Prüfen Sie, ob Sie eine Befreiung von der Zweitwohnsitzsteuer erreichen können!
  • Lassen Sie Ihre Zweitwohnung von der GEZ befreien!
  • Machen Sie die steuerlichen Vorteile geltend!

FAQs

Was macht einen Zweitwohnsitz aus?

Ein Zweitwohnsitz ist eine zusätzliche Wohnadresse neben dem Hauptwohnsitz. Im Gegensatz zum Hauptwohnsitz dient der Zweitwohnsitz nicht als Lebensmittelpunkt, sondern wird beispielsweise aus beruflichen Gründen oder als Ferienunterkunft genutzt. Es ermöglicht Menschen, ihren Aufenthaltsort an verschiedene Orte anzupassen und die Vorteile eines zweiten Wohnsitzes zu nutzen.

Wo muss man einen Zweitwohnsitz anmelden?

Die Anmeldung eines Zweitwohnsitzes erfolgt beim örtlichen Einwohnermeldeamt, das je nach Stadt oder Gemeinde unterschiedliche Bezeichnungen wie Bürgeramt, Bürgerbüro oder Einwohneramt haben kann. Zuständig ist das Einwohnermeldeamt der Gemeinde, in der sich der Zweitwohnsitz befindet. Es müssen bestimmte Unterlagen wie der Personalausweis oder Reisepass, ein ausgefüllter Meldeschein und eine Vermieterbescheinigung vorgelegt werden.

Was kostet die Anmeldung eines Zweitwohnsitzes?

Die Kosten für die Anmeldung eines Zweitwohnsitzes können je nach Gemeinde unterschiedlich sein. In den meisten Fällen fallen jedoch nur geringe Gebühren an oder es entstehen überhaupt keine Kosten. Die genaue Höhe der Gebühren kann von Gemeinde zu Gemeinde variieren, liegt aber in der Regel im Bereich von etwa 10 Euro. Es ist empfehlenswert, sich bei der zuständigen Gemeindeverwaltung über die konkreten Kosten für die Anmeldung eines Zweitwohnsitzes zu informieren.

Wann muss man einen Zweitwohnsitz anmelden?

Die Anmeldung eines Zweitwohnsitzes muss innerhalb von zwei Wochen nach Bezug des Zweitwohnsitzes erfolgen. Es ist wichtig, diese Frist einzuhalten, um den gesetzlichen Meldepflichten nachzukommen. Versäumt man die Anmeldung oder meldet den Zweitwohnsitz zu spät an, kann dies zu Bußgeldern führen. Daher ist es ratsam, sich frühzeitig über die Anforderungen und Fristen der Anmeldung zu informieren und den Zweitwohnsitz rechtzeitig anzumelden.