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Mitarbeiter eines Schadstoffmobils nimmt an einem Sammelpunkt gefährliche Haushaltsabfälle wie Farben und Batterien von einer Anwohnerin entgegen

Schadstoffmobil: Sondermüll kostenlos entsorgen – Termine, Annahme, Ablauf

Schadstoffmobil: Sondermüll richtig und kostenlos entsorgen

Das Schadstoffmobil ist die einfachste Möglichkeit, gefährliche Abfälle aus dem Haushalt sicher loszuwerden – von Farbe und Batterien über Reiniger bis zum alten Energiesparlampen-Bestand. Hier erfahren Sie, was angenommen wird, wo Sie Termine finden und wie die Abgabe Schritt für Schritt abläuft.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Schadstoffmobil ist ein mobiler Sammelpunkt der kommunalen Abfallwirtschaft, der zu festen Terminen Wohngebiete, Marktplätze und Wertstoffhöfe anfährt.
  • Angenommen werden gefährliche Haushaltsabfälle in haushaltsüblichen Mengen – meist kostenlos für Privathaushalte.
  • Termine und Standorte stehen im örtlichen Abfallkalender bzw. auf der Website Ihres Entsorgers; viele Kommunen bieten zusätzlich eine Abfall-App.
  • Nicht alles gehört zum Schadstoffmobil: Elektrogeräte, Altöl in großen Mengen, Bauschutt oder Asbest müssen anders entsorgt werden.
  • Bringen Sie einen Personalausweis oder einen Adressnachweis mit – viele Sammelfahrzeuge nehmen nur Abfälle aus dem eigenen Entsorgungsgebiet an.

Was ist ein Schadstoffmobil?

Ein Schadstoffmobil (auch Umweltmobil, Schadstoffsammelfahrzeug oder Giftmobil genannt) ist ein speziell ausgerüstetes Fahrzeug der kommunalen Abfallentsorgung. Geschultes Personal nimmt darin gefährliche Abfälle aus privaten Haushalten entgegen, sortiert sie fachgerecht und führt sie der vorgeschriebenen Verwertung oder Beseitigung zu.

Hintergrund ist das Kreislaufwirtschaftsgesetz: Abfälle mit gefährlichen Eigenschaften – giftig, brennbar, ätzend, umweltschädlich – dürfen weder in die Restmülltonne noch in den Ausguss. Sie würden Boden, Wasser und Klärwerke belasten. Das Schadstoffmobil schließt die Lücke für alle, die keinen festen Wertstoffhof in der Nähe haben.

Wichtig: Das Schadstoffmobil ist für Privathaushalte gedacht. Gewerbliche Abfälle, große Mengen oder Sonderabfälle aus Betrieben werden in der Regel nicht angenommen – dafür gibt es eigene Entsorgungswege über zertifizierte Fachfirmen.

Was wird angenommen?

Aufgenommen werden gefährliche Haushaltsabfälle in haushaltsüblichen Mengen. Die genaue Liste kann je nach Kommune leicht abweichen, doch typischerweise gehören dazu:

Kategorie Beispiele
Farben & Lacke Reste von Lack, Wandfarbe, Lasur, Beize (flüssig/eingetrocknet)
Lösemittel Verdünnung, Terpentin, Aceton, Pinselreiniger, Spiritus
Reinigungsmittel Rohrreiniger, Abflussfrei, Kalklöser, Desinfektionsmittel, Säuren/Laugen
Batterien & Akkus Gerätebatterien, Knopfzellen, Lithium-Akkus (sicher verpackt)
Leuchtmittel Energiesparlampen, Leuchtstoffröhren, LED-Lampen (quecksilberhaltig)
Pflanzen-/Schädlingsschutz Unkrautvernichter, Insektenspray, Düngerreste, Holzschutzmittel
Chemikalien Fotochemie, Klebstoffe, Spraydosen mit Restinhalt, Quecksilber-Thermometer
Öle & Fette kleine Mengen Altöl, Bremsflüssigkeit, Frostschutzmittel
Medikamente abgelaufene Arzneimittel (sofern die Kommune sie annimmt)

Was wird nicht angenommen?

Einige Abfälle sehen nach Sondermüll aus, gehören aber auf einen anderen Weg. Diese werden vom Schadstoffmobil meist abgelehnt:

Nicht angenommen Richtiger Entsorgungsweg
Elektro- und Elektronikgeräte Wertstoffhof, Elektro-Sammlung, Handel (Rücknahmepflicht)
Altöl in großen Mengen Rückgabe dort, wo Sie es gekauft haben (Annahmepflicht)
Bauschutt, Dämmstoffe, Asbest Wertstoffhof / spezialisierte Entsorger, Asbest nur fachgerecht
Munition, Feuerwerk, Sprengstoff Polizei / Kampfmittelräumdienst
Druckgasflaschen (z. B. Propan) Rückgabe an Händler / Hersteller
Leere, restentleerte Verpackungen Gelbe Tonne / Gelber Sack bzw. Restmüll
Normaler Hausmüll, Sperrmüll Restmülltonne, Sperrmüllabfuhr

Beschädigte oder aufgeblähte Lithium-Akkus sind brandgefährlich. Verpacken Sie sie einzeln, kleben Sie die Pole ab und melden Sie den Schaden dem Personal – werfen Sie sie nie in die Restmülltonne.

Kosten

Für Privathaushalte ist die Abgabe am Schadstoffmobil in den meisten Kommunen kostenlos, weil sie über die Abfallgebühren finanziert wird. Es gibt jedoch Ausnahmen:

  • Mengenobergrenzen: Üblich sind je nach Kommune rund 10 bis 20 Kilogramm bzw. Liter pro Anlieferung. Größere Mengen können kostenpflichtig oder ganz ausgeschlossen sein.
  • Bestimmte Abfälle: Für einzelne Stoffe (z. B. größere Altölmengen) kann eine Gebühr anfallen – je nach Satzung.
  • Gewerbe: Abfälle aus Betrieben sind in der Regel nicht kostenfrei und oft gar nicht zugelassen.

Die genauen Mengen und etwaige Gebühren regelt die Abfallsatzung Ihres Landkreises oder Ihrer Stadt. Prüfen Sie diese im Zweifel vor der Anfahrt.

Termine und Standorte finden

Das Schadstoffmobil fährt nach einem festen Tourenplan. So finden Sie den nächsten Termin in Ihrer Nähe:

  • Abfallkalender: Der gedruckte oder digitale Abfallkalender Ihrer Kommune enthält die Sammeltermine inklusive Uhrzeiten und Standorten.
  • Website des Entsorgers: Stadtreinigung, Abfallwirtschaftsbetrieb oder Landkreis veröffentlichen die Touren online, oft adressgenau abfragbar.
  • Abfall-App: Viele Entsorger bieten eine App mit Erinnerungsfunktion für Schadstoff- und Abfuhrtermine.
  • Telefonische Auskunft: Die Servicehotline der Abfallwirtschaft nennt Ihnen den nächsten Termin.

An jedem Standort hält das Fahrzeug meist nur ein begrenztes Zeitfenster (oft 20 bis 60 Minuten). Notieren Sie sich die genaue Uhrzeit – das Schadstoffmobil wartet nicht.

Schritt für Schritt: Abfälle am Schadstoffmobil abgeben

  1. Termin heraussuchen. Schlagen Sie im Abfallkalender oder auf der Website des Entsorgers den nächsten Standort und die Uhrzeit für Ihre Adresse nach.
  2. Abfälle prüfen und sortieren. Sortieren Sie aus, was nicht hingehört (Elektrogeräte, Verpackungen, Sperrmüll). Lassen Sie Stoffe möglichst in der Originalverpackung mit lesbarem Etikett.
  3. Sicher verpacken. Verschließen Sie Behälter dicht, transportieren Sie sie aufrecht und auslaufsicher – am besten in einer Wanne oder Kiste im Kofferraum. Akkus einzeln, Pole abgeklebt.
  4. Nicht mischen. Schütten Sie verschiedene Chemikalien niemals zusammen – es drohen gefährliche Reaktionen. Getrennt anliefern.
  5. Pünktlich erscheinen. Kommen Sie rechtzeitig innerhalb des angegebenen Zeitfensters und halten Sie einen Adressnachweis bereit.
  6. Persönlich übergeben. Reichen Sie die Abfälle dem geschulten Personal direkt an – stellen Sie nichts unbeaufsichtigt ab. Das Team prüft, sortiert und nimmt entgegen.
  7. Rückfragen klären. Bei unklaren oder abgelehnten Stoffen lassen Sie sich den richtigen Entsorgungsweg nennen.

Checkliste

  • ☐ Nächsten Termin und Standort für meine Adresse herausgesucht
  • ☐ Abfälle sortiert – nur zugelassene Schadstoffe dabei
  • ☐ Behälter dicht verschlossen und auslaufsicher verpackt
  • ☐ Stoffe in Originalverpackung mit lesbarem Etikett (wenn möglich)
  • ☐ Batterien/Akkus einzeln verpackt, Pole abgeklebt
  • ☐ Chemikalien nicht miteinander vermischt
  • ☐ Menge im haushaltsüblichen Rahmen (Mengengrenze beachtet)
  • ☐ Personalausweis / Adressnachweis eingesteckt
  • ☐ Innerhalb des Zeitfensters vor Ort

Tipps

  • Sammeln statt einzeln fahren: Bewahren Sie kleine Mengen Schadstoffe sicher auf und geben Sie sie gebündelt beim nächsten Termin ab – das spart Wege.
  • Originaletikett dranlassen: Beschriftete Behälter lassen sich vom Personal schneller einordnen und sicher zuordnen.
  • Transportwanne nutzen: Eine Kunststoffwanne im Kofferraum fängt ausgelaufene Flüssigkeiten auf und schützt Ihr Auto.
  • App mit Erinnerung einrichten: So verpassen Sie den oft nur wenige Male im Jahr stattfindenden Termin nicht.
  • Wertstoffhof als Alternative: Viele Wertstoffhöfe nehmen dieselben Schadstoffe ganzjährig an – praktisch, wenn der Mobil-Termin nicht passt.

Häufig gestellte Fragen

Was kann man beim Schadstoffmobil abgeben?

Gefährliche Haushaltsabfälle in haushaltsüblichen Mengen: Farben, Lacke, Lösemittel, Reiniger, Säuren und Laugen, Batterien und Akkus, Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren, Pflanzenschutz- und Holzschutzmittel, Spraydosen mit Restinhalt, kleine Mengen Altöl sowie quecksilberhaltige Geräte.

Ist die Abgabe am Schadstoffmobil kostenlos?

Für Privathaushalte ist die Annahme in den meisten Kommunen kostenlos, weil sie über die Abfallgebühren gedeckt ist. Bei großen Mengen oder bestimmten Stoffen kann je nach Abfallsatzung eine Gebühr anfallen; gewerbliche Abfälle sind meist nicht kostenfrei.

Wo finde ich die Termine für das Schadstoffmobil 2026?

Die Sammeltermine stehen im Abfallkalender Ihrer Kommune, auf der Website Ihres Entsorgers (Stadtreinigung, Abfallwirtschaftsbetrieb, Landkreis) und in vielen Abfall-Apps. Dort können Sie Standort und Uhrzeit meist adressgenau abfragen.

Kann ich Batterien und Akkus beim Schadstoffmobil abgeben?

Ja. Gerätebatterien, Knopfzellen und Lithium-Akkus werden angenommen. Verpacken Sie sie sicher und kleben Sie die Pole ab. Beschädigte oder aufgeblähte Akkus weisen Sie dem Personal gesondert aus, da sie brandgefährlich sind.

Werden Elektrogeräte am Schadstoffmobil angenommen?

In der Regel nein. Elektro- und Elektronikaltgeräte gehören auf den Wertstoffhof, in die kommunale Elektro-Sammlung oder zur Rückgabe im Handel, der zur Rücknahme verpflichtet ist. Einzelne Kommunen handhaben Kleinstgeräte abweichend – im Zweifel vorher nachfragen.

Wie viel darf ich abgeben?

Es gelten haushaltsübliche Mengen, je nach Kommune meist rund 10 bis 20 Kilogramm beziehungsweise Liter pro Anlieferung. Größere Mengen können abgelehnt oder kostenpflichtig sein. Die genaue Grenze regelt die Abfallsatzung vor Ort.

Was ist der Unterschied zwischen Schadstoffmobil und Wertstoffhof?

Das Schadstoffmobil ist ein mobiler Sammelpunkt, der nach Tourenplan verschiedene Standorte anfährt und nur Schadstoffe annimmt. Der Wertstoffhof ist eine feste Anlage mit ganzjährigen Öffnungszeiten, die zusätzlich Sperrmüll, Grünschnitt, Elektrogeräte und weitere Wertstoffe entgegennimmt.

Muss ich einen Ausweis mitbringen?

Viele Entsorger nehmen nur Abfälle aus dem eigenen Gebiet an und verlangen einen Adressnachweis. Führen Sie zur Sicherheit Ihren Personalausweis oder eine Rechnung mit Ihrer Adresse mit.


Frau gibt Gemüsereste in eine braune Biotonne in einer hellen Küche

Biotonne anmelden: Antrag, Kosten und Ablauf 2026

Biotonne anmelden: Antrag, Kosten und Ablauf 2026

Wer Küchen- und Gartenabfälle getrennt sammeln will, meldet die Biotonne beim kommunalen Abfallwirtschaftsbetrieb an. Seit der bundesweiten Getrenntsammelpflicht für Bioabfall ist in vielen Kommunen die braune Tonne ohnehin Standard – wir zeigen, wie die Anmeldung läuft, was sie kostet und welche Pflichten gelten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Biotonne meldet der Grundstückseigentümer oder eine bevollmächtigte Person beim örtlichen Abfallwirtschaftsbetrieb, Landkreis oder Entsorger an.
  • In den meisten Kommunen besteht eine Anschlusspflicht an die Biotonne – ein Verzicht ist nur mit Eigenkompostierung und nur dort möglich, wo die Satzung das zulässt.
  • Die Kosten richten sich nach Tonnengröße (meist 60–240 Liter) und Leerungsrhythmus und liegen je nach Kommune grob bei 30 bis 90 Euro pro Jahr.
  • Die Anmeldung erfolgt online, per Formular, telefonisch oder schriftlich; die Tonne wird danach binnen einiger Werktage bis Wochen geliefert.
  • In die Biotonne gehören Küchen- und Gartenabfälle – seit Mai 2025 gelten strengere Regeln gegen Fremdstoffe (Plastik) im Bioabfall.

Worum geht es bei der Biotonne?

Die Biotonne (braune Tonne) ist der Sammelbehälter für organische Abfälle aus Haushalten. Aus dem gesammelten Bioabfall werden in Kompostier- und Vergärungsanlagen Kompost und Biogas gewonnen. Die getrennte Erfassung ist in Deutschland gesetzlich verankert: Das Kreislaufwirtschaftsgesetz schreibt vor, dass Bioabfälle getrennt zu sammeln sind, soweit dies technisch möglich und wirtschaftlich zumutbar ist.

Zuständig für die Sammlung ist der öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger – das ist je nach Region die Stadt, der Landkreis, ein Zweckverband oder ein beauftragtes Entsorgungsunternehmen. Wie genau Anmeldung, Behältergrößen und Gebühren geregelt sind, steht in der Abfallsatzung Ihrer Kommune.

Seit dem 1. Mai 2025 gilt für Bioabfall eine verschärfte Regel: Der Anteil an Fremdstoffen (insbesondere Kunststoffe wie Plastiktüten oder „kompostierbare“ Beutel) darf im Schnitt drei Prozent des Frischgewichts nicht überschreiten. Falsch befüllte Biotonnen werden zunehmend kontrolliert und im Zweifel nicht geleert.

Besteht eine Pflicht zur Biotonne?

In der überwiegenden Zahl der Kommunen gilt eine Anschluss- und Benutzungspflicht: Jedes bewohnte Grundstück muss an die Bioabfallsammlung angeschlossen sein. Eine Befreiung ist meist nur möglich, wenn Sie sämtliche kompostierbaren Abfälle nachweislich und vollständig auf dem eigenen Grundstück kompostieren (Eigenkompostierung) – und auch das nur, wenn die örtliche Satzung diese Ausnahme vorsieht.

Prüfen Sie vor der Anmeldung daher zwei Dinge: ob bei Ihnen überhaupt eine Wahlmöglichkeit besteht und ob für das Grundstück bereits eine Biotonne registriert ist (häufig bei Eigentümerwechsel der Fall).

Wer meldet die Biotonne an?

Wohnsituation Wer ist zuständig?
Eigenheim / eigenes Grundstück Grundstückseigentümer meldet selbst an
Mietwohnung / Mehrfamilienhaus Eigentümer oder Hausverwaltung; Mieter wenden sich an die Verwaltung
Eigentumswohnung (WEG) Verwaltung / Eigentümergemeinschaft
Neubau / Erstbezug Bauherr oder neuer Eigentümer meldet bei Bezug an

Als Mieter haben Sie in der Regel keinen eigenen Anmeldeweg – die Müllgebühren laufen über die Betriebskosten. Fehlt im Haus eine Biotonne, wenden Sie sich an Vermieter oder Hausverwaltung und verweisen auf die Getrenntsammelpflicht.

Welche Unterlagen brauchen Sie?

  • Name und Anschrift des Grundstücks (Aufstellort der Tonne)
  • Name und Kontaktdaten der zahlungspflichtigen Person (meist Eigentümer)
  • Angabe der gewünschten Behältergröße und des Leerungsrhythmus
  • ggf. die Abfallgebühren- oder Objektnummer (steht auf dem Gebührenbescheid)
  • bei Vertretung: Vollmacht von Eigentümer oder Hausverwaltung
  • SEPA-Lastschriftmandat für die Gebühren (in vielen Kommunen üblich)

Was kostet die Biotonne?

Die Gebühren legt jede Kommune in ihrer Abfallgebührensatzung selbst fest – pauschale Bundeswerte gibt es nicht. Maßgeblich sind Behältervolumen und Leerungshäufigkeit. Die folgenden Spannen sind Orientierungswerte; die genauen Beträge stehen in Ihrem Gebührenbescheid.

Behältergröße typischer Haushalt Orientierung Jahresgebühr*
60–80 Liter 1–2 Personen ca. 30–55 €
120 Liter 3–4 Personen ca. 45–75 €
240 Liter großer Haushalt / Mehrfamilienhaus ca. 70–120 €

*Stark vereinfachte Spannen je nach Kommune, Leerungsrhythmus (meist 14-tägig) und Gebührenmodell. In manchen Orten ist die Biotonne in der Restmüllgebühr enthalten und damit „kostenlos“.

Schritt für Schritt: Biotonne anmelden

  1. 1. Zuständigen Entsorger ermitteln. Suchen Sie nach „Abfallwirtschaft“ oder „Müllgebühren“ plus Ihrem Landkreis bzw. Ihrer Stadt. Zuständig ist der öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger an Ihrem Wohnort.
  2. 2. Anschlussstatus prüfen. Klären Sie, ob für das Grundstück bereits eine Biotonne läuft (Gebührenbescheid prüfen) oder ob eine Anschlusspflicht besteht.
  3. 3. Behältergröße wählen. Orientieren Sie sich an Haushaltsgröße und Garten. Im Zweifel klein starten – Aufstocken ist meist unkompliziert möglich.
  4. 4. Anmeldeweg wählen. Nutzen Sie das Online-Formular, das Abfall-Portal, den telefonischen Kundenservice oder ein schriftliches Antragsformular.
  5. 5. Daten und Mandat angeben. Tragen Sie Aufstellort, Gebührenpflichtigen und – falls gefordert – das SEPA-Mandat ein.
  6. 6. Antrag absenden und Bestätigung aufbewahren. Sie erhalten eine Bestätigung mit Liefertermin und neuer Gebühr.
  7. 7. Tonne entgegennehmen und kennzeichnen. Die Tonne wird angeliefert; oft ist ein Chip oder Barcode für die Leerung bereits angebracht. Notieren Sie sich die Abfuhrtermine (Abfallkalender oder App).

Checkliste

  • ☐ Zuständigen Abfallwirtschaftsbetrieb / Landkreis ermittelt
  • ☐ Anschlusspflicht bzw. Wahlmöglichkeit geklärt
  • ☐ Eigentümer-Status bzw. Vollmacht der Hausverwaltung vorhanden
  • ☐ Behältergröße passend zur Haushaltsgröße gewählt
  • ☐ Gebühren-/Objektnummer und SEPA-Daten bereitgelegt
  • ☐ Antrag online/schriftlich abgesendet
  • ☐ Bestätigung und Liefertermin notiert
  • ☐ Abfuhrtermine in Kalender oder App eingetragen

Musterschreiben: Antrag auf eine Biotonne

Falls Ihre Kommune kein Online-Formular bietet, können Sie diesen Antrag formlos per Brief oder E-Mail stellen:

[Vorname Nachname] [Straße, Hausnummer] [PLZ, Ort] [Datum]

An den Abfallwirtschaftsbetrieb / Landkreis [Name] [Anschrift Entsorger]

Betreff: Anmeldung einer Biotonne für das Grundstück [Adresse]

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit melde ich für das oben genannte Grundstück eine Biotonne an. Ich bitte um Bereitstellung eines Behälters mit einem Volumen von [60 / 120 / 240] Litern bei [14-tägiger] Leerung.

Aufstellort: [Adresse / ggf. Standplatz] Gebührenpflichtige Person: [Name, Anschrift] Gebühren-/Objektnummer (falls bekannt): [Nummer]

Bitte teilen Sie mir den Liefertermin sowie die anfallenden Gebühren mit. Ein ausgefülltes SEPA-Lastschriftmandat lege ich [bei / auf Anforderung nach].

Mit freundlichen Grüßen
[Unterschrift / Name]

Tipps

  • Maden und Gerüche vermeiden: Wickeln Sie feuchte Küchenabfälle in Zeitungspapier oder zugelassene Papiertüten, stellen Sie die Tonne in den Schatten und schließen Sie den Deckel immer fest.
  • Richtig befüllen: Keine Plastiktüten – auch keine als „kompostierbar“ beworbenen Bioplastikbeutel, da diese in den Anlagen nicht zuverlässig abgebaut werden und als Fremdstoff gelten.
  • Größe später anpassen: Reicht die Tonne im Sommer (Gartenabfälle) nicht, können Sie auf eine größere wechseln oder eine zweite anmelden – ein kurzer Anruf genügt meist.
  • Abfuhrtermine per App: Viele Entsorger bieten kostenlose Abfall-Apps mit Erinnerungsfunktion an – so verpassen Sie keine Leerung.
  • Bei Eigentümerwechsel ummelden: Übernehmen Sie ein Haus, melden Sie die Gebühren auf Ihren Namen um, statt eine neue Tonne zu bestellen.

Häufig gestellte Fragen

Was darf in die Biotonne?

In die Biotonne gehören Obst- und Gemüsereste, Schalen, Kaffee- und Teesatz, Eierschalen, verdorbene Lebensmittel ohne Verpackung sowie Gartenabfälle wie Laub, Rasenschnitt, Strauchschnitt und Blumen. Auch kleine Mengen Küchenpapier sind in den meisten Kommunen erlaubt.

Was darf nicht in die Biotonne?

Nicht hinein gehören Plastik- und „kompostierbare“ Biokunststoff-Tüten, Glas, Metall, Windeln, Asche, behandeltes Holz, Tierstreu mit Klumpen sowie verpackte Lebensmittel. Fremdstoffe gefährden die Kompostqualität und können dazu führen, dass die Tonne nicht geleert wird.

Darf Zeitungspapier in die Biotonne?

Ja, Zeitungspapier ist in nahezu allen Kommunen erlaubt und sogar empfehlenswert: Es bindet Feuchtigkeit, beugt Maden und Gerüchen vor und lässt sich gut zum Einwickeln feuchter Küchenabfälle nutzen. Vermeiden Sie nur Hochglanz- und beschichtete Papiere.

Dürfen Papiertüten in die Biotonne?

Unbeschichtete Papiertüten dürfen in die Biotonne und eignen sich gut zum Sammeln von Küchenabfällen. Achten Sie darauf, dass die Tüten nicht innen mit Kunststoff beschichtet sind – beschichtete oder als „kompostierbar“ deklarierte Plastikbeutel sind nicht zulässig.

Was hilft gegen Maden in der Biotonne?

Wickeln Sie feuchte Abfälle in Zeitungspapier, lassen Sie die Tonne im Schatten stehen und halten Sie den Deckel geschlossen. Eine Schicht Gartenerde, Gesteinsmehl oder etwas Kalk bindet Feuchtigkeit. Bei Befall hilft es, die Tonne nach der Leerung mit Essigwasser auszuspülen und gut trocknen zu lassen.

Wie wird die Biotonne gereinigt – wohin mit dem Wasser?

Reinigen Sie die Tonne mit wenig Wasser und ohne aggressive Chemie. Das Reinigungswasser gehört nicht ins Regenwasser oder in den Gully, sondern in die Toilette bzw. das Schmutzwasser. Schonender ist eine Trockenreinigung: Zeitungspapier auslegen, ausbürsten, sonnen lassen.

Ist die Biotonne Pflicht?

In den meisten Kommunen ja: Es gilt eine Anschluss- und Benutzungspflicht für jedes bewohnte Grundstück. Eine Befreiung ist nur möglich, wenn Sie alle Bioabfälle vollständig selbst kompostieren und die örtliche Satzung diese Ausnahme zulässt. Die konkrete Regelung steht in der Abfallsatzung.

Wie lange dauert es, bis die Biotonne geliefert wird?

Nach der Anmeldung dauert die Lieferung je nach Entsorger meist wenige Werktage bis einige Wochen. Den genauen Termin teilt Ihnen der Abfallwirtschaftsbetrieb mit der Bestätigung mit. Eine Mietwohnung erhält die Tonne in der Regel über die Hausverwaltung.


Frau sortiert leere Verpackungen wie Joghurtbecher und Dosen in einen gelben Sack in der Küche

Gelber Sack & Gelbe Tonne: Was darf rein – und was sich 2026 ändert

Gelber Sack & Gelbe Tonne: Was darf rein – und was sich 2026 ändert

Gelber Sack und Gelbe Tonne sammeln Verpackungen aus Kunststoff, Metall und Verbundstoffen. Hier lesen Sie, was hineingehört, was nicht, wie groß die Säcke sind und warum viele Kommunen 2026 vom Sack auf die Tonne umstellen.

Das Wichtigste in Kürze

  • In Gelben Sack und Gelbe Tonne gehören Verpackungen aus Kunststoff, Metall, Aluminium und Verbundmaterial (Tetra Pak) – nicht jeder Kunststoffgegenstand.
  • Der gelbe Sack fasst in der Regel 60 bis 90 Liter, der gängige Standard liegt bei rund 90 Litern.
  • Die Abholung ist für Privathaushalte kostenlos – sie wird über das duale System aus dem Verkaufspreis der Produkte finanziert.
  • Styropor gehört nur dann in die Gelbe Tonne, wenn es eine Verpackung ist (Schutzpolster, Schalen) – Dämmstoffe und große Mengen nicht.
  • Viele Kommunen schaffen den Gelben Sack 2026 ab und stellen auf die feste Gelbe Tonne um – informieren Sie sich bei Ihrem örtlichen Entsorger.

Worum geht es?

Gelber Sack und Gelbe Tonne sind die Sammelbehälter für Leichtverpackungen (LVP). Welches der beiden Systeme bei Ihnen gilt, hängt von Ihrer Kommune ab: In dicht bebauten Gebieten und vielen Großstädten dominiert die feste Tonne, in ländlichen Regionen oft noch der Sack. Beide werden im Auftrag der dualen Systeme abgeholt und das Material anschließend sortiert und – soweit möglich – recycelt.

Entscheidend ist das Trennkriterium: Gesammelt werden Verpackungen, nicht das Material an sich. Eine Plastikschüssel oder ein kaputtes Spielzeug aus Kunststoff gehören also nicht in den Gelben Sack, obwohl sie aus demselben Material bestehen wie eine Joghurtbecher-Verpackung.

Faustregel: Was eine Ware umhüllt, schützt oder transportiert und nach dem Gebrauch leer ist, ist eine Verpackung und darf in die Gelbe Tonne. Gebrauchsgegenstände aus demselben Material gehören in den Restmüll oder zum Wertstoffhof.

Was gehört hinein – und was nicht?

Gehört hinein Gehört NICHT hinein
Joghurtbecher, Plastikschalen, Folien Restmüll, Windeln, Hygieneartikel
Konservendosen, Getränkedosen (ohne Pfand) Bioabfall, Speisereste
Getränkekartons / Tetra Pak Papier, Pappe, Kartons (Altpapier)
Aluschalen, Alufolie, Kronkorken Glasflaschen und Konservengläser (Altglas)
Tuben (z. B. Senf, Creme) Plastikspielzeug, Eimer, Gartenstühle
Styropor-Verpackungen (Polster, Schalen) Styropor-Dämmplatten, Bauschaum
Verschlüsse, Deckel, Kaffeepad-Folien Elektrogeräte, Batterien, Energiesparlampen

Verpackungen müssen restentleert, aber nicht ausgespült sein – „löffelrein“ reicht. Werfen Sie Becher und Deckel getrennt ein, damit die Sortieranlage beide Materialien sauber erkennt. Stecken Sie kleine Verpackungen nicht ineinander.

Größe, Volumen und Behälterarten

Behälter Typisches Volumen Hinweis
Gelber Sack 60–90 Liter (meist 90 l) Reißfeste Folie, kostenlos von der Kommune
Gelbe Tonne klein 120 Liter Ein- bis Mehrpersonenhaushalt
Gelbe Tonne mittel 240 Liter Standard für Mehrpersonenhaushalte
Gelbe Tonne groß 660–1.100 Liter Mehrfamilienhäuser, gemeinschaftlich

Die Maße schwanken je nach Anbieter. Wenn Sie wissen wollen, wie viel in einen Gelben Sack passt, rechnen Sie mit rund 90 Litern – das entspricht etwa der Menge eines großen Wäschekorbs voller leerer Verpackungen.

Kosten und Bezug der Säcke

  • Abholung: kostenlos für private Haushalte, finanziert über das duale System.
  • Gelbe Säcke: kostenlos – Ausgabestellen sind Rathaus, Bürgerbüro, Wertstoffhof, teils Supermärkte; vielerorts auch per Online-Bestellung beim Entsorger.
  • Gelbe Tonne: wird von der Kommune gestellt; ein Wechsel der Größe ist meist formlos möglich.
  • Zusatzmengen: Wer dauerhaft mehr produziert, kann eine zweite Tonne oder zusätzliche Säcke beantragen.

Eine „Gelbe Tonne kaufen“ müssen Sie in der Regel nicht: Den Behälter stellt der Entsorger im Rahmen der Sammlung. Nur Ständer oder Halterungen für den Gelben Sack kaufen manche Haushalte selbst.

Schritt für Schritt: Richtig trennen und bereitstellen

  1. Verpackung erkennen: Prüfen Sie, ob der Gegenstand eine leere Verpackung ist. Nur dann gehört er in Gelber Sack/Tonne.
  2. Restentleeren: Becher, Tube und Dose grob entleeren – nicht spülen, das spart Wasser.
  3. Materialien trennen: Aludeckel vom Joghurtbecher abziehen und beide getrennt einwerfen.
  4. Nicht ineinanderstecken: Verpackungen lose einfüllen, damit die Sortieranlage sie auseinanderhält.
  5. Abfuhrtermin prüfen: Den Termin finden Sie im Abfuhrkalender Ihrer Kommune oder in der App des Entsorgers.
  6. Rechtzeitig rausstellen: Sack oder Tonne am Vorabend oder bis morgens (oft 6 Uhr) gut sichtbar an die Straße stellen.
  7. Sack sichern: Den Gelben Sack fest zuknoten, damit bei Wind nichts herausfällt.

Checkliste

  • ☐ Handelt es sich wirklich um eine Verpackung?
  • ☐ Verpackung restentleert („löffelrein“)?
  • ☐ Deckel und Becher getrennt?
  • ☐ Kein Restmüll, Papier oder Glas darin?
  • ☐ Keine Elektrogeräte, Batterien oder Dämmstoffe darin?
  • ☐ Abfuhrtermin im Kalender geprüft?
  • ☐ Sack zugeknotet bzw. Tonnendeckel geschlossen?
  • ☐ Behälter rechtzeitig und gut zugänglich bereitgestellt?

Was ändert sich 2026?

Viele Städte und Landkreise stellen den Gelben Sack 2026 auf die feste Gelbe Tonne um. Hintergrund sind weniger Plastikfolien im Straßenbild, weniger aufgerissene Säcke durch Tiere und eine sauberere Sammlung. Ob und wann das bei Ihnen gilt, entscheidet Ihre Kommune – ein bundeseinheitliches Datum gibt es nicht.

Musteranfrage an Ihren Entsorger

Betreff: Anfrage Umstellung Gelber Sack auf Gelbe Tonne

Sehr geehrte Damen und Herren,
in unserer Kommune wird derzeit über die Umstellung vom Gelben Sack auf die Gelbe Tonne berichtet. Bitte teilen Sie mir mit, ob und ab wann diese Umstellung für meine Adresse [Straße, Hausnummer, PLZ Ort] gilt, welche Tonnengröße vorgesehen ist und ob ich selbst tätig werden muss.

Mit freundlichen Grüßen
[Name, Anschrift]

Tipps

  • Nicht spülen: Restentleeren genügt. Sauberes Wasser zum Ausspülen verschwendet Ressourcen.
  • Dosen einzeln einwerfen: Konserven- und Getränkedosen (ohne Pfand) gehören in die Gelbe Tonne – nicht in den Restmüll.
  • Volumen ausnutzen: Flache Verpackungen leicht zusammendrücken, aber nicht ineinanderstecken.
  • App nutzen: Die meisten Entsorger bieten eine Abfuhr-App mit Erinnerung – das spart verpasste Termine.
  • Im Zweifel Restmüll: Wer unsicher ist, ob etwas eine Verpackung ist, entsorgt es über den Restmüll – falsch Befülltes stört die Sortierung mehr.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel Liter hat ein Gelber Sack?

Ein Gelber Sack fasst je nach Anbieter 60 bis 90 Liter. Der am weitesten verbreitete Standard liegt bei rund 90 Litern.

Was kommt in die Gelbe Tonne?

Leere Verpackungen aus Kunststoff, Metall, Aluminium und Verbundstoffen: Joghurtbecher, Folien, Dosen, Getränkekartons, Tuben, Alufolie und Verpackungs-Styropor. Keine Gebrauchsgegenstände, kein Restmüll, kein Glas oder Papier.

Darf Styropor in die Gelbe Tonne?

Ja, wenn es eine Verpackung ist – etwa Polster und Schalen aus dem Karton eines neuen Geräts. Styropor-Dämmplatten vom Bau und sehr große Mengen gehören nicht hinein, sondern zum Wertstoffhof.

Dosen in Restmüll oder Gelber Sack?

Konserven- und Getränkedosen ohne Pfand gehören in den Gelben Sack bzw. die Gelbe Tonne, da sie Metallverpackungen sind. Pfanddosen geben Sie im Handel zurück.

Gehören CDs in den Gelben Sack?

Nein. CDs und DVDs sind keine Verpackung, sondern bestehen aus Polycarbonat. Sie gehören in den Restmüll oder besser zum Wertstoffhof bzw. in spezielle Sammelboxen.

Muss ich Verpackungen vor dem Einwerfen ausspülen?

Nein. Restentleert genügt – „löffelrein“. Ausspülen ist nicht nötig und verschwendet Wasser.

Wird der Gelbe Sack 2026 abgeschafft?

Es gibt kein bundesweites Aus. Viele Kommunen stellen 2026 vom Gelben Sack auf die feste Gelbe Tonne um, andere behalten den Sack. Maßgeblich ist die Entscheidung Ihres örtlichen Entsorgers.

Was kostet die Abholung des Gelben Sacks?

Für Privathaushalte ist die Abholung kostenlos. Finanziert wird sie über das duale System, das die Hersteller über den Produktpreis tragen.


Hände sortieren Haushaltsabfälle in farbige Mülltonnen für die richtige Mülltrennung

Abfall richtig entsorgen: das Entsorgungs-ABC

Abfall richtig entsorgen: das Entsorgungs-ABC

Restmüll, Biotonne, Gelber Sack, Altglas, Wertstoffhof – in Deutschland gibt es für fast jeden Abfall einen eigenen Weg. Wer richtig trennt, spart Gebühren, schützt die Umwelt und vermeidet Bußgelder. Dieses Entsorgungs-ABC zeigt Ihnen von A wie Akku bis V wie Verpackung, was wohin gehört, und erklärt die wichtigsten Tonnen und Sammelstellen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Haushaltsabfälle werden in Deutschland in vier Haupttonnen getrennt: Restmüll (schwarz/grau), Bioabfall (braun/grün), Verpackungen (Gelber Sack/Gelbe Tonne) und Altpapier (blau).
  • Altglas, Schadstoffe, Elektrogeräte, Batterien und Sperrmüll gehören nicht in die Haustonnen, sondern zum Container, auf den Wertstoffhof oder zur Schadstoffsammlung.
  • Für viele Produkte gilt eine gesetzliche Rücknahmepflicht im Handel – etwa für Batterien, Altgeräte und Pfandflaschen.
  • Die konkrete Tonnenfarbe, Abfuhrtermine und Gebühren legt Ihre Kommune fest und unterscheiden sich regional.
  • Richtige Trennung lohnt sich: Falsch befüllte Tonnen können von der Abfuhr stehen gelassen oder mit Aufschlägen geleert werden.

Die wichtigsten Entsorgungswege im Überblick

Restmülltonne (schwarz/grau). Hier landet alles, was sich nicht verwerten lässt: stark verschmutzte Verpackungen, Hygieneartikel, Asche, Staubsaugerbeutel, Zigarettenkippen, kaputtes Geschirr. Die Restmülltonne ist meist die teuerste Tonne – je weniger Sie hineinwerfen, desto besser trennen Sie.

Biotonne (braun/grün). Für organische Küchen- und Gartenabfälle wie Obst- und Gemüsereste, Kaffeesatz, Eierschalen, Laub und Rasenschnitt. Aus dem Bioabfall werden Kompost und Biogas gewonnen.

Plastik gehört nie in die Biotonne – auch nicht als „kompostierbarer“ Biokunststoffbeutel. Solche Beutel verrotten in der Anlage zu langsam und gelten als Störstoff. Nutzen Sie Papiertüten oder Zeitungspapier.

Gelber Sack / Gelbe Tonne. Für Verkaufsverpackungen aus Kunststoff, Metall und Verbundstoffen: Joghurtbecher, Konservendosen, Tetrapaks, Folien, Plastikflaschen ohne Pfand. Restentleert, aber nicht gespült.

Seit dem Verpackungsgesetz dürfen auch stoffgleiche Nichtverpackungen aus Kunststoff oder Metall (etwa eine kaputte Plastikschüssel oder ein Kochtopf) in vielen Kommunen in die Gelbe Tonne. Prüfen Sie die Regeln Ihres Entsorgers.

Altpapier (blaue Tonne). Zeitungen, Zeitschriften, Kataloge, Kartons und Pappe. Beschichtetes Papier, Tapeten, Backpapier und stark verschmutztes Papier gehören dagegen in den Restmüll.

Altglas-Container. Flaschen und Gläser ohne Pfand werden nach Weiß, Grün und Braun getrennt eingeworfen. Blaues oder rotes Glas kommt zum Grünglas. Deckel und Korken vorher entfernen.

Wertstoffhof / Recyclinghof. Annahmestelle der Kommune für größere Mengen und Abfälle, die nicht in die Haustonnen passen: Elektroschrott, Holz, Metall, Grünschnitt, Bauschutt in haushaltsüblichen Mengen. Oft kostenlos für Privathaushalte, manche Fraktionen sind gebührenpflichtig.

Schadstoffsammlung / Schadstoffmobil. Für Gefahrstoffe wie Farben, Lacke, Lösungsmittel, Säuren, Pflanzenschutzmittel oder Altöl. Diese Stoffe dürfen niemals in Tonne oder Abfluss – sie werden gesondert behandelt.

Sperrmüll. Große Gegenstände, die nicht in die Tonne passen – Möbel, Matratzen, Teppiche. Die Abfuhr wird bei der Kommune angemeldet oder zu festen Terminen bereitgestellt.

Handel-Rücknahme. Viele Produkte nimmt der Handel gesetzlich zurück: Pfandflaschen, Batterien und Akkus, Energiesparlampen sowie Elektroaltgeräte (größere Märkte ab einer bestimmten Verkaufsfläche, kleine Geräte oft ohne Neukauf).

Entsorgungs-ABC: Was kommt wohin?

Die folgende Tabelle deckt die häufigsten Haushaltsabfälle ab. Verlinkte Abfallarten führen zu einer ausführlichen Detailseite. Bei kommunal abweichenden Regeln gilt immer die Auskunft Ihres örtlichen Entsorgers.

Abfallart Entsorgungsweg Hinweis
Akkus / Lithium-Akkus Handel-Rücknahme, Sammelbox, Wertstoffhof Brandgefahr – nie in den Hausmüll; Pole abkleben
Altglas Glascontainer Nach Farbe trennen, ohne Deckel
Altkleider Altkleider-Container, Caritas/DRK, Secondhand Tragbares spenden, Kaputtes in den Restmüll
Altöl Verkaufsstelle, Schadstoffsammlung Verkäufer ist zur Rücknahme verpflichtet
Asbest Fachfirma, gesonderte Annahme Niemals selbst zerkleinern – Gesundheitsgefahr
Backpapier Restmüll Beschichtet, kein Altpapier
Batterien Sammelbox im Handel, Wertstoffhof Gesetzliche Rücknahmepflicht, kostenlos
Bauschutt Wertstoffhof, Container, Bauschutt-Deponie Sauberer Bauschutt getrennt von Mischabfall
Bioabfall Biotonne Kein Plastik, keine „kompostierbaren“ Beutel
CDs / DVDs Wertstoffhof, Sammelaktion Nicht ins Altpapier
Druckerpatronen Handel-Rücknahme, Recyclingbox Viele Hersteller bieten Rücksendung an
Elektroschrott Wertstoffhof, Handel-Rücknahme Märkte ab 400 m² nehmen Kleingeräte ohne Neukauf
Energiesparlampen / LED Sammelstelle, Handel, Wertstoffhof Enthalten Quecksilber bzw. Elektronik – nicht in den Hausmüll
Farben / Lacke Schadstoffsammlung; eingetrocknet: Restmüll Flüssige Reste sind Sondermüll
Fahrrad Wertstoffhof, Sperrmüll, Spende Funktionsfähig: verschenken oder verkaufen
Fenster / Glasscheiben Wertstoffhof, Bauschutt-Annahme Kein Behälterglas – nicht in den Container
Grünschnitt / Gartenabfall Biotonne, Wertstoffhof, Kompost Größere Mengen zur Grünschnitt-Annahme
Glas (Behälterglas) Glascontainer Nur Flaschen und Konservengläser
Glühbirne (klassisch) Restmüll Keine Elektronik – im Gegensatz zur Energiesparlampe
Hygieneartikel / Windeln Restmüll —
Kaffeekapseln (Alu) Gelber Sack oder Hersteller-Rücknahme Kunststoffkapseln in die Gelbe Tonne
Kork Wertstoffhof, Korken-Sammlung Nicht in den Glascontainer werfen
Kühlschrank Wertstoffhof, Handel-Rücknahme Kältemittel – fachgerechte Entsorgung Pflicht
Matratze Sperrmüll, Wertstoffhof Bei Lieferung oft kostenlose Altmatratzen-Mitnahme
Medikamente (abgelaufen) Restmüll; mancherorts Apotheke Niemals über Toilette oder Abfluss entsorgen
Metall (Töpfe, Schrott) Wertstoffhof; Kleinteile Gelbe Tonne Größere Mengen zum Schrott
Möbel Sperrmüll, Wertstoffhof, Spende Gut erhaltenes verschenken
Papier / Pappe Altpapiertonne (blau) Kartons flach falten, kein beschichtetes Papier
Pfandflaschen Handel-Rücknahme Pfand zurück im Geschäft
Reifen Reifenhändler, Werkstatt, Wertstoffhof Gehören nicht zum Sperrmüll
Restmüll (Mischabfall) Restmülltonne Nur, was nicht verwertbar ist
Sondermüll / Gefahrstoffe Schadstoffsammlung, Schadstoffmobil Säuren, Laugen, Chemikalien
Speiseöl / Frittierfett Restmüll (verschlossen) oder Wertstoffhof Nicht in den Abfluss schütten
Sperrmüll Sperrmüll-Abfuhr, Wertstoffhof Vorher bei der Kommune anmelden
Styropor (Verpackung) Gelber Sack; größere Mengen Wertstoffhof Dämm-Styropor (XPS/EPS-Bau) ist Sondermüll
Tapeten Restmüll Kein Altpapier
Tonerkartuschen Handel-Rücknahme, Hersteller Oft kostenlose Rücksendung
Verpackungen (Kunststoff/Metall) Gelber Sack / Gelbe Tonne Restentleert, nicht ineinander stecken
Watte / Wattestäbchen Restmüll —
Zeitungen / Zeitschriften Altpapiertonne —
Zigarettenkippen Restmüll Belasten Boden und Wasser – nie achtlos wegwerfen

Mülltrennung: die 5 wichtigsten Regeln

  1. Im Zweifel in den Restmüll. Falsch eingeworfene Wertstoffe können eine ganze Charge unbrauchbar machen. Was Sie nicht sicher zuordnen können, gehört in die Restmülltonne – nicht in Bio oder Gelb.
  2. Restentleeren, nicht spülen. Verpackungen sollen löffelrein sein. Sauberes Ausspülen verschwendet Wasser; ein paar Reste sind kein Problem.
  3. Verbundstoffe und Materialien trennen. Den Joghurtbecher vom Aludeckel lösen, Papier-Banderolen von Plastikflaschen entfernen – getrennt erkennt die Sortieranlage die Stoffe besser.
  4. Kein Plastik in die Biotonne. Auch als „kompostierbar“ gekennzeichnete Beutel sind Störstoffe. Bioabfall in Papiertüte oder Zeitung sammeln.
  5. Schadstoffe und Akkus gesondert. Batterien, Akkus, Farben, Lacke und Energiesparlampen gehören nie in die Haustonnen, sondern zur Sammelstelle oder Handel-Rücknahme.

Häufig gestellte Fragen

Was darf nicht in den Restmüll?

In den Restmüll gehören keine Wertstoffe und keine Schadstoffe: Verpackungen aus Kunststoff und Metall (Gelber Sack), Papier und Pappe (blaue Tonne), Glas (Container), Bioabfall (Biotonne) sowie Batterien, Elektrogeräte, Energiesparlampen, Farben und Chemikalien. Diese werden separat gesammelt oder zurückgegeben.

Was kommt in die gelbe Tonne?

In die Gelbe Tonne bzw. den Gelben Sack kommen Verkaufsverpackungen aus Kunststoff, Metall und Verbundmaterial: Joghurtbecher, Plastikflaschen ohne Pfand, Folien, Konservendosen, Getränkekartons und Alu-Schalen. In vielen Kommunen dürfen auch stoffgleiche Nichtverpackungen aus Kunststoff oder Metall hinein.

Was ist Sperrmüll?

Sperrmüll sind sperrige Haushaltsgegenstände, die wegen ihrer Größe nicht in die Restmülltonne passen – etwa Schränke, Sofas, Matratzen, Teppiche oder Lattenroste. Die Abholung melden Sie bei Ihrem kommunalen Entsorger an oder stellen den Sperrmüll zu festgelegten Terminen bereit.

Was gehört nicht zum Sperrmüll?

Nicht zum Sperrmüll zählen Bauschutt, Altreifen, Elektrogeräte, Sondermüll, Autoteile sowie normaler Haus- und Verpackungsmüll. Diese Abfälle nimmt die Sperrmüllabfuhr nicht mit – sie gehören auf den Wertstoffhof, zur Schadstoffsammlung oder in die jeweilige Haustonne.

Was kommt in die Biotonne?

In die Biotonne gehören organische Abfälle: Obst- und Gemüsereste, Schalen, Kaffeesatz mit Filter, Teebeutel, Eierschalen, Brotreste sowie Garten­abfälle wie Laub, Rasenschnitt und Pflanzenteile. Kein Plastik, keine Biokunststoffbeutel, keine Asche und keine Hygieneartikel.

Wie viele Liter hat ein Gelber Sack?

Ein Gelber Sack fasst in der Regel rund 90 bis 100 Liter. Wichtiger als das Volumen ist, dass Sie ihn nicht überfüllen und keine spitzen Gegenstände einwerfen, die ihn aufreißen – sonst bleibt er bei der Abfuhr liegen.

Wohin mit Batterien und Akkus?

Batterien und Akkus gehören nie in den Hausmüll. Geben Sie sie kostenlos in die Sammelboxen im Handel (überall dort, wo Batterien verkauft werden) oder auf dem Wertstoffhof ab. Lithium-Akkus sollten Sie zum Schutz vor Bränden mit Klebeband an den Polen abkleben.

Wie entsorge ich abgelaufene Medikamente?

Abgelaufene Medikamente kommen in den meisten Regionen in den Restmüll, da dieser verbrannt wird – das ist sicher und umweltverträglich. Werfen Sie Tabletten oder Säfte niemals in Toilette oder Abfluss. Manche Apotheken und Schadstoffsammlungen nehmen Altmedikamente zusätzlich freiwillig an.


Fachmann in Schutzanzug entfernt ein Wespennest unter dem Dachüberstand eines Wohnhauses

Wespennest entfernen: Kosten, Erlaubnis und sichere Vorgehensweise

Wespennest entfernen: Kosten, Erlaubnis und sichere Vorgehensweise

Ein Wespennest am Haus löst schnell Unbehagen aus – besonders, wenn es am Rollladenkasten, unter dem Dach oder direkt neben der Terrassentür sitzt. Doch nicht jedes Nest muss weg, und Sie dürfen es auch nicht einfach selbst beseitigen. Wespen stehen unter dem allgemeinen Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes, einzelne Arten sind sogar streng geschützt. Dieser Ratgeber erklärt, wann eine Entfernung überhaupt nötig und erlaubt ist, wer sie durchführt, was sie kostet und wer am Ende zahlt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Schutzstatus beachten: Alle Wespen sind nach § 39 BNatSchG geschützt. Ein Nest ohne vernünftigen Grund zu zerstören, ist verboten und kann mit Bußgeldern bis zu mehreren tausend Euro belegt werden.
  • Erst prüfen, dann handeln: Die meisten Nester sind harmlos und sterben im Herbst von selbst ab. Eine Entfernung ist nur bei echter Gefahr (Allergiker im Haushalt, Nest direkt im Wohnbereich) gerechtfertigt.
  • Nicht selbst machen: Umsiedlung oder Beseitigung gehören in die Hände von Imkern, Schädlingsbekämpfern oder der Feuerwehr – Eigenversuche sind gefährlich und oft rechtswidrig.
  • Kosten: Eine professionelle Entfernung kostet meist zwischen 80 und 250 Euro, je nach Lage und Aufwand. Eine naturschutzgerechte Umsiedlung ist häufig teurer.
  • Wer zahlt: In der Regel der Eigentümer bzw. Verursacher. Bei Mietwohnungen ist meist der Vermieter zuständig, sofern kein Eigenverschulden vorliegt.

Wichtig: Verwechseln Sie Wespen nicht mit Hornissen oder Hummeln. Hornissen (Vespa crabro) sind nach Bundesartenschutzverordnung streng geschützt. Ihr Nest darf nur mit behördlicher Ausnahmegenehmigung der unteren Naturschutzbehörde entfernt oder umgesiedelt werden.

Muss das Wespennest überhaupt weg?

Bevor Sie über eine Entfernung nachdenken, lohnt eine nüchterne Einschätzung. Von den heimischen Wespenarten verhalten sich nur zwei – die Deutsche und die Gemeine Wespe – im Spätsommer auffällig und gehen an Kuchen, Obst und Fleisch. Die übrigen Arten wie die Sächsische oder die Mittlere Wespe sind sehr friedlich und werden oft gar nicht bemerkt.

Ein Wespenvolk lebt nur eine Saison: Die Königin gründet im Frühjahr das Nest, das Volk wächst über den Sommer und stirbt im Herbst (meist Oktober/November) vollständig ab. Nur die jungen Königinnen überwintern, gründen aber im Folgejahr an anderer Stelle ein neues Nest. Ein bestehendes Nest wird nie wieder besiedelt. Wer also bis zum Herbst durchhält, hat das Problem dauerhaft gelöst, ohne einzugreifen.

Eine Entfernung ist nur bei einem vernünftigen Grund im Sinne des Naturschutzrechts zulässig, etwa wenn:

  • im Haushalt eine Person mit nachgewiesener Wespengift-Allergie lebt,
  • das Nest sich an einem stark frequentierten Ort befindet (Hauseingang, Kinderzimmer, Rollladenkasten am Bett),
  • kleine Kinder oder pflegebedürftige Personen unmittelbar gefährdet sind,
  • das Nest die Bausubstanz beschädigt (selten, etwa bei Hohlräumen in Dämmung).

Wer darf ein Wespennest entfernen? Die Wege im Überblick

Die richtige Anlaufstelle hängt von Art, Lage und Gefährdungsgrad ab. Eine Übersicht:

Anlaufstelle Wann geeignet Besonderheit
Imker / Wespenberater Wenn Umsiedlung möglich ist; bei zugänglichen Nestern Naturschonend; oft ehrenamtlich oder gegen Aufwandsentschädigung; über NABU/BUND oder Umweltamt vermittelt
Schädlingsbekämpfer Schwer zugängliche Lage, akute Gefahr, große Völker Gewerblich, mit Sachkundenachweis; kostenpflichtig; schnelle Terminvergabe
Untere Naturschutzbehörde Bei Hornissen oder geschützten Arten – Pflicht für Genehmigung Erteilt Ausnahmegenehmigung und benennt Fachleute; oft kostenlos beratend
Feuerwehr Nur bei akuter Gefahr im Verzug (z. B. Nest blockiert Fluchtweg) Rückt nicht für reine Belästigung aus; kann kostenpflichtig sein
Kommunaler Umweltbeauftragter Zur Beratung und Vermittlung von Wespenberatern Viele Städte führen Listen ehrenamtlicher Berater

Wo Wespenabfall, Insektengift-Reste oder andere Stoffe nach einer Behandlung hingehören, lesen Sie in unserem Überblick Abfall richtig entsorgen. Sprühdosen mit Insektizid-Resten etwa gehören zum Schadstoff, nicht in den Restmüll.

Tipp: Beginnen Sie immer mit einem Anruf beim Umweltamt oder der unteren Naturschutzbehörde Ihrer Kommune. Dort wird eingeschätzt, ob eine Entfernung nötig ist, ob es sich um eine geschützte Art handelt und welcher Fachmann vor Ort infrage kommt. Das spart oft unnötige Kosten.

Was kostet es, ein Wespennest zu entfernen?

Die Preise schwanken stark nach Region, Anbieter, Lage des Nests und Aufwand. Als grobe Orientierung für 2026:

Leistung Preisspanne Hinweis
Beseitigung durch Schädlingsbekämpfer (gut zugänglich) ca. 80–150 € Standardfall, ebenerdig oder am Fenster
Beseitigung in schwieriger Lage (Dach, Hohlraum, Höhe) ca. 150–300 € Mehraufwand, ggf. Hebebühne/Gerüst
Anfahrtspauschale ca. 30–60 € oft zusätzlich, vorab erfragen
Notdienst / Wochenende / abends + 50–100 % Zuschlag Termine werktags sind günstiger
Umsiedlung durch Wespenberater/Imker 0–250 € ehrenamtlich oft nur Aufwandsentschädigung; bei Hornissen tendenziell teurer

Holen Sie nach Möglichkeit zwei bis drei Angebote ein und lassen Sie sich Anfahrt, Mehrwertsteuer und mögliche Zuschläge schriftlich bestätigen. Seriöse Anbieter nennen einen Festpreis oder eine klare Spanne vorab.

Schritt für Schritt: Wespennest richtig entfernen lassen

  1. Art und Lage bestimmen. Beobachten Sie aus sicherer Entfernung: Wespe, Hornisse oder Hummel? Wo genau sitzt das Nest, wie groß ist es, wie viel Flugverkehr herrscht? Fotos aus Distanz helfen der Beratung.
  2. Gefährdung einschätzen. Gibt es einen vernünftigen Grund für die Entfernung (Allergie, direkter Wohnbereich)? Oder lässt sich das Nest bis zum Herbst tolerieren?
  3. Behörde kontaktieren. Rufen Sie die untere Naturschutzbehörde oder das Umweltamt an. Bei geschützten Arten (Hornisse) ist die Genehmigung Pflicht, bevor irgendetwas geschieht.
  4. Fachmann beauftragen. Je nach Lage Imker/Wespenberater (Umsiedlung) oder Schädlingsbekämpfer mit Sachkundenachweis. Lassen Sie sich den Preis vorab nennen.
  5. Umgebung vorbereiten. Halten Sie am Termin Fenster und Türen geschlossen, sperren Sie Haustiere ein und entfernen Sie Personen aus dem Flugbereich.
  6. Nachsorge. Verschließen Sie nach der Entfernung Einfluglöcher (Risse, Spalten, Lücken am Rollladenkasten), damit im Folgejahr keine neue Königin einzieht. Insektizid-Reste fachgerecht als Schadstoff entsorgen.

Niemals selbst mit Hausmitteln vorgehen: Nest abflammen, mit Wasser fluten, einsprühen oder einschäumen ist gefährlich und führt fast immer zu massiven Angriffen des Volkes. Wespengift kann bei Allergikern lebensbedrohlich sein. Auch Brandgefahr und Sachschäden sind reale Risiken.

Checkliste vor der Beauftragung

  • Wespe, Hornisse oder Hummel sicher identifiziert?
  • Liegt ein vernünftiger Grund für die Entfernung vor – oder reicht Abwarten bis Herbst?
  • Bei geschützter Art: Ausnahmegenehmigung der Naturschutzbehörde eingeholt?
  • Umsiedlung statt Tötung geprüft (Imker/Wespenberater angefragt)?
  • Zwei bis drei Angebote mit Festpreis und Anfahrt eingeholt?
  • Bei Miete: Vermieter informiert und Kostenfrage geklärt?
  • Haustiere und Kinder für den Termin gesichert?
  • Einfluglöcher nach der Entfernung verschlossen?

Tipps für den richtigen Umgang

  • Ruhe bewahren: Hektische Bewegungen und Anpusten provozieren Wespen. Wer ruhig bleibt, wird selten gestochen.
  • Flugbahn freihalten: Halten Sie einen Abstand von zwei bis drei Metern zum Einflugloch. Den Bereich vorübergehend zu meiden, ist oft die einfachste Lösung.
  • Frühzeitig handeln: Ein junges Nest im Mai/Juni lässt sich leichter und günstiger umsiedeln als ein großes Volk im August.
  • Beim Essen draußen: Getränke abdecken, Reste abräumen, mit Wasser besprühte Ablenkfütterung in einigen Metern Entfernung anbieten.
  • Vorbeugen: Im Frühjahr Fliegengitter anbringen und Spalten an Rollladenkästen, Dachüberständen und Verkleidungen abdichten, bevor eine Königin einzieht.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet es, ein Wespennest entfernen zu lassen?

Bei guter Zugänglichkeit liegen die Kosten meist zwischen 80 und 150 Euro. In schwieriger Lage – etwa unter dem Dach oder in Höhe – sind 150 bis 300 Euro üblich. Dazu kommen oft eine Anfahrtspauschale (30–60 Euro) und bei Notdienst oder Wochenendterminen Zuschläge von 50 bis 100 Prozent. Holen Sie vorab einen Festpreis ein.

Wer zahlt die Entfernung eines Wespennests?

In der Regel trägt der Eigentümer bzw. Verursacher die Kosten. Bei Mietwohnungen ist meist der Vermieter zuständig, weil ein Wespennest als Mangel der Mietsache gelten kann – sofern Sie es nicht selbst verschuldet haben. Manche Gebäude- oder Hausratversicherungen übernehmen die Kosten in bestimmten Fällen; ein Blick in die Police lohnt sich. Wenden Sie sich bei Mietverhältnissen zuerst an Ihren Vermieter, bevor Sie selbst beauftragen.

Wann sollte man ein Wespennest entfernen?

Am besten gar nicht – das Volk stirbt im Herbst von selbst ab und das Nest wird nie wieder besiedelt. Ist eine Entfernung wegen Allergie oder gefährlicher Lage doch nötig, ist das Frühjahr (Mai/Juni) der beste Zeitpunkt: Das Nest ist klein, eine Umsiedlung gelingt leichter und ist günstiger als im Hochsommer, wenn das Volk seine maximale Größe erreicht hat.

Wie wird ein Wespennest entfernt?

Fachleute siedeln das Nest entweder schonend um (Imker/Wespenberater entnehmen es nachts in geschützter Kleidung und setzen es an einem geeigneten Ort aus) oder bekämpfen es mit zugelassenen Mitteln (Schädlingsbekämpfer). Beides erfordert Schutzausrüstung und Erfahrung. Eigenversuche mit Spray, Feuer oder Wasser sind gefährlich und meist rechtswidrig.

Ist es verboten, ein Wespennest selbst zu entfernen?

Ja, im Regelfall. Nach § 39 Bundesnaturschutzgesetz dürfen wild lebende Tiere und ihre Nester nicht ohne vernünftigen Grund gestört, gefangen oder getötet werden. Ein Verstoß kann je nach Bundesland mit Bußgeldern von einigen hundert bis zu mehreren tausend Euro geahndet werden – bei streng geschützten Hornissen deutlich höher. Lassen Sie die Entfernung daher von Fachleuten und nach Rücksprache mit der Naturschutzbehörde durchführen.

Wie erkenne ich, ob es Wespen oder Hornissen sind?

Hornissen sind mit 2 bis 3,5 Zentimetern deutlich größer als gewöhnliche Wespen (1 bis 1,5 Zentimeter) und rötlich-braun gefärbt statt schwarz-gelb. Trotz ihrer Größe sind Hornissen sehr friedlich. Sie stehen unter strengem Schutz: Ihr Nest darf nur mit Ausnahmegenehmigung der unteren Naturschutzbehörde und in der Regel nur durch Umsiedlung beseitigt werden.

Was tun, wenn das Wespennest im Rollladenkasten sitzt?

Lassen Sie den betroffenen Rollladen heruntergelassen oder oben, je nach Flugloch, und benutzen Sie ihn vorübergehend nicht, um die Tiere nicht zu reizen. Ein Nest im Rollladenkasten zählt oft als vernünftiger Grund für eine Entfernung, weil es direkt am Wohnbereich liegt. Ein Schädlingsbekämpfer kann den Kasten gezielt öffnen und behandeln; danach sollten Sie die Spalten dauerhaft abdichten.

Wird das Wespennest im nächsten Jahr wieder besiedelt?

Nein. Ein einmal verlassenes Wespennest wird grundsätzlich nicht erneut bezogen. Im Frühjahr gründet jede überlebende Jungkönigin an anderer Stelle ein völlig neues Nest. Ein altes, leeres Nest können Sie nach dem Winter gefahrlos entfernen. Wer eine erneute Ansiedlung am selben Ort verhindern will, dichtet die alten Einfluglöcher ab.


Frau gibt gebündelte Altkleider in einen Altkleidercontainer im Wohngebiet

Altkleider entsorgen: Wohin mit Kleidung, Schuhen und Textilien

Altkleider entsorgen: Wohin mit Kleidung, Schuhen und Textilien

Ausrangierte Kleidung gehört nicht in den Restmüll – seit Anfang 2025 gilt in der gesamten EU eine Getrenntsammelpflicht für Textilien. Tragbare Kleidung geben Sie in den Altkleidercontainer, an karitative Sammelstellen oder im Handel ab. Auch verschlissene und nasse Textilien dürfen seitdem nicht mehr in die graue Tonne, sondern müssen getrennt gesammelt werden. Hier erfahren Sie, welcher Entsorgungsweg sich für welchen Zustand eignet, was hineindarf und was Sie dabei beachten sollten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit 1. Januar 2025 müssen Alttextilien EU-weit getrennt gesammelt werden – auch kaputte Kleidung gehört nicht mehr in den Restmüll.
  • Kostenlos: Altkleidercontainer, Wertstoffhof und die Rücknahme im Handel kosten Sie in der Regel nichts.
  • Tragbare Kleidung kommt sauber und trocken in den Container; defekte Textilien gehören zur sortenreinen Sammlung am Wertstoffhof.
  • Stark verschmutzte, schimmlige oder mit Farbe/Öl verunreinigte Textilien dürfen weiterhin in den Restmüll – sie sind nicht recycelbar.
  • Immer in geschlossenen Säcken einwerfen, damit der Inhalt sauber und für die Verwertung brauchbar bleibt.

Wohin mit Altkleidern? Die Entsorgungswege

Welcher Weg der richtige ist, hängt vor allem vom Zustand der Textilien ab. Tragbare Kleidung ist wertvoll und sollte in den Wiederverwendungs-Kreislauf, beschädigte Stücke werden zu Putzlappen oder Dämmstoff recycelt.

Entsorgungsweg Geeignet für Kosten Hinweis
Altkleidercontainer Tragbare Kleidung, Paar-Schuhe, Bettwäsche kostenlos Sauber, trocken, in geschlossenen Säcken
Wertstoffhof / Recyclinghof Auch defekte und verschlissene Textilien meist kostenlos Oft getrennte Sammlung „tragbar“ und „nicht tragbar“
Handel-Rücknahme Kleidung aller Marken, teils mit Gutschein kostenlos Sammelboxen in vielen Modeketten
Karitative Sammelstellen Gut erhaltene Kleidung, Kinderkleidung kostenlos Kleiderkammern, Sozialkaufhäuser, DRK
Straßensammlung Tragbare Kleidung kostenlos Nur bei seriösem, gemeinnützigem Träger
Restmülltonne Nur stark verschmutzte, schimmlige, kontaminierte Textilien über Müllgebühr Ausnahme – nicht für tragbare oder recycelbare Ware

Hinweis: Die Textilsammlung ist nur ein Baustein der kommunalen Abfallwirtschaft. Eine Übersicht über alle Wege finden Sie unter Abfall richtig entsorgen.

Altkleidercontainer

Der Container ist der häufigste Weg. Er steht meist an Supermarktparkplätzen, Wertstoffinseln oder kirchlichen Standorten. Werfen Sie nur saubere, trockene und tragbare Kleidung ein – verpackt in einem zugeknoteten Sack. Lose Textilien verschmutzen den Inhalt und mindern die Verwertungsquote. Containerbetreiber sind teils gemeinnützig, teils gewerblich; ein offizielles Siegel (z. B. „FairWertung“) spricht für seriöse Verwertung.

Wertstoffhof

Auf dem Wertstoffhof können Sie seit der Getrenntsammelpflicht 2025 auch nicht mehr tragbare Textilien abgeben. Viele Höfe trennen inzwischen in zwei Sammlungen: tragbare Ware für die Wiederverwendung und beschädigte Ware für das Faserrecycling. Das ist der sicherste Weg, wenn Sie unsicher sind, ob ein Stück noch tragbar ist.

Rücknahme im Handel

Zahlreiche Modeketten und Kaufhäuser nehmen Altkleider in Sammelboxen zurück – häufig markenunabhängig und teils gegen einen kleinen Einkaufsgutschein. Praktisch, wenn Sie ohnehin im Geschäft sind. Die Konditionen (Mengenbegrenzung, Gutscheinhöhe) unterscheiden sich je nach Anbieter und Aktion.

Karitative Sammelstellen

Kleiderkammern, Sozialkaufhäuser und Hilfsorganisationen wie DRK, Caritas oder Diakonie nehmen gut erhaltene Kleidung direkt für Bedürftige an. Hier landet Ihre Spende ohne Umweg über Sortierbetriebe und kommt unmittelbar Menschen vor Ort zugute – besonders sinnvoll bei sauberer Winterkleidung und Kinderkleidung.

Was kostet die Entsorgung von Altkleidern?

In den allermeisten Fällen ist die Altkleider-Entsorgung kostenlos. Container, Handel-Rücknahme und karitative Sammelstellen verlangen kein Geld – im Gegenteil: tragbare Kleidung hat einen Wiederverkaufswert.

Weg Kosten
Altkleidercontainer kostenlos
Wertstoffhof (Textilien) meist kostenlos, vereinzelt geringe Annahmegebühr
Handel-Rücknahme kostenlos, teils mit Gutschein
Karitative Annahme kostenlos
Restmüll (Ausnahmefälle) über die laufende Abfallgebühr abgedeckt

Gebühren entstehen praktisch nur, wenn größere Mengen kontaminierter Textilien über kostenpflichtige Restmüllsäcke oder Sperrmüll entsorgt werden müssen. Die genauen Konditionen am Wertstoffhof legt der kommunale Entsorger fest – je nach Kommune kann es Unterschiede geben.

Schritt für Schritt: Altkleider richtig entsorgen

  1. Zustand prüfen. Ist das Stück sauber, ganz und tragbar? Dann eignet es sich für Wiederverwendung. Defekt, aber trocken und sauber? Dann fürs Recycling. Verschmutzt, schimmlig, kontaminiert? Restmüll.
  2. Sortieren. Tragbare Kleidung, beschädigte Textilien und nicht recycelbare Stücke voneinander trennen. Schuhe paarweise zusammenbinden.
  3. Reinigen und trocknen. Nasse oder feuchte Kleidung schimmelt im Container und verdirbt den ganzen Sack. Vorher trocknen lassen.
  4. Verpacken. Tragbare Ware in stabile, zugeknotete Säcke füllen – so bleibt sie sauber und für die Sortierung brauchbar.
  5. Weg wählen. Container für tragbare Ware, Wertstoffhof für gemischte oder defekte Textilien, karitative Stelle für hochwertige Spenden.
  6. Abgeben. Säcke in den Container einwerfen oder am Wertstoffhof in die richtige Sammlung legen. Container nie überfüllen oder Säcke daneben stellen.

Checkliste

  • Kleidung nach Zustand sortiert (tragbar / recycelbar / Restmüll)
  • Alles sauber und trocken
  • Schuhe paarweise zusammengebunden
  • Tragbare Ware in geschlossenen Säcken verpackt
  • Passenden Entsorgungsweg gewählt
  • Keine kontaminierten Textilien in den Container gegeben
  • Bei Spenden: seriösen, gemeinnützigen Träger geprüft

Tipps

Gut erhaltenes spenden: Hochwertige, saubere Winter- und Kinderkleidung kommt über Kleiderkammern direkt bei Bedürftigen an – wirkungsvoller als der anonyme Container.

Auf Siegel achten: Bei Containern und Straßensammlungen erkennen Sie seriöse Träger an Kennzeichen wie „FairWertung“ oder dem dm/bvse-Qualitätssiegel. Anonyme Sammlungen ohne Trägerangabe meiden.

  • Container nicht überfüllen: Säcke davorzustellen gilt als illegale Müllablagerung und kann ein Bußgeld nach sich ziehen.
  • Schuhe und Gürtel separat bündeln – so gehen einzelne Teile in der Sortierung nicht verloren.
  • Stark zerschlissene Textilien sind kein Restmüll-Automatismus mehr: Solange sie sauber sind, gehören sie ins Faserrecycling am Wertstoffhof.

Häufig gestellte Fragen

Wo kann man Altkleider abgeben?

Altkleider geben Sie in Altkleidercontainern, am Wertstoffhof, in Sammelboxen des Handels oder bei karitativen Einrichtungen wie DRK, Caritas und Diakonie ab. Tragbare Kleidung gehört in den Container oder zur Spende, defekte Textilien zum Wertstoffhof. Standorte von Containern finden Sie über die Website Ihres kommunalen Abfallwirtschaftsbetriebs.

Was darf in den Altkleidercontainer rein?

In den Container gehört saubere, trockene und tragbare Kleidung: Hosen, Hemden, Pullover, Jacken, Bettwäsche, Handtücher sowie paarweise zusammengebundene Schuhe. Nicht hinein dürfen nasse, schimmlige, stark verschmutzte oder mit Farbe und Öl kontaminierte Textilien – ebenso wenig Hausmüll oder Einzelschuhe.

Wie entsorgt man Altkleider richtig?

Sortieren Sie zuerst nach Zustand: Tragbare Kleidung kommt sauber und trocken in geschlossenen Säcken in den Container oder zur Spende, beschädigte Textilien zum Wertstoffhof ins Faserrecycling. Nur stark verschmutzte oder kontaminierte Stücke dürfen in den Restmüll. Seit 2025 ist die getrennte Sammlung von Alttextilien Pflicht.

Wohin mit Altkleidern ab 2025?

Seit dem 1. Januar 2025 gilt EU-weit eine Getrenntsammelpflicht für Textilien. Das bedeutet: Auch kaputte und nicht mehr tragbare Kleidung darf nicht mehr in die Restmülltonne, sondern muss getrennt gesammelt werden – etwa am Wertstoffhof. Für Verbraucher ändert sich vor allem, dass verschlissene Textilien jetzt einen eigenen Sammelweg haben.

Wer holt Altkleider von zu Hause ab?

Manche gemeinnützige Organisationen und gewerbliche Sammler bieten eine Abholung größerer Mengen direkt an der Haustür an. Auch einige Sozialkaufhäuser holen Spenden auf Anfrage ab. Bei kleineren Mengen ist der Weg zum Container oder Wertstoffhof in der Regel praktischer. Achten Sie bei Abholdiensten auf einen seriösen, gemeinnützigen Träger.

Wer kauft Altkleider an?

Gut erhaltene Markenkleidung können Sie über Second-Hand-Läden, Ankaufportale oder Flohmarkt-Plattformen verkaufen. Für den anonymen Container gilt das nicht – dort spenden Sie die Ware. Wer mit dem Verkauf Geld erzielen möchte, sollte gezielt einzelne, hochwertige Stücke anbieten statt ganze Säcke abzugeben.

Welche Säcke nimmt man für Altkleider?

Geeignet sind stabile, reißfeste Müll- oder Tragetaschen, die sich gut zuknoten lassen. Wichtig ist nicht das Material, sondern dass der Sack geschlossen ist – so bleibt die Kleidung im Container sauber und trocken. Manche Sammler verteilen eigene Sammelsäcke; verpflichtend sind diese aber nicht.

Wie oft kann man bei Modeketten Altkleider abgeben?

Bei den meisten Handels-Rücknahmen gibt es keine feste Obergrenze, wie oft Sie Kleidung abgeben dürfen. Begrenzt ist häufig nur ein eventueller Gutschein – etwa pro Tag oder pro Sack. Die genauen Konditionen legt jedes Unternehmen selbst fest und ändert sie je nach Aktion.


Mann bringt einen alten Kühlschrank mit Sackkarre zum Wertstoffhof zur Entsorgung

Kühlschrank entsorgen: kostenlos & richtig (Wege, Kosten, Anleitung)

Kühlschrank entsorgen: kostenlos und richtig loswerden

Ein Kühlschrank gehört zum Elektroschrott und darf weder in den Restmüll noch einfach an die Straße gestellt werden. Weil im Kältekreislauf und in der Dämmung umweltschädliche Kältemittel stecken, gelten besondere Regeln. Die gute Nachricht: In den meisten Fällen werden Sie Ihr Altgerät kostenlos los – über den Wertstoffhof, die Rücknahme im Handel oder eine Abholung.

Ein Kühlschrank zählt als Elektro-Altgerät der Kategorie „Wärmeüberträger“. Entscheidend für die richtige Entsorgung ist das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG), das Sammlung, Rücknahme und fachgerechte Behandlung regelt. Welcher Weg für Sie der einfachste ist, hängt davon ab, ob Sie gerade ein neues Gerät kaufen, ob Sie das alte selbst transportieren können und welche Angebote Ihre Kommune macht. Dieser Ratgeber führt Sie durch alle Wege, nennt realistische Kostenspannen und zeigt Schritt für Schritt, wie Sie den Kühlschrank fachgerecht loswerden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Kühlschrank ist Elektroschrott und gehört niemals in den Restmüll – die Entsorgung über die Mülltonne ist verboten und kann ein Bußgeld nach sich ziehen.
  • Die Abgabe am kommunalen Wertstoffhof ist für Privathaushalte in der Regel kostenlos.
  • Größere Elektro-Händler und Online-Shops müssen Altgeräte kostenlos zurücknehmen – beim Neukauf eines Kühlschranks sogar bei Lieferung nach Hause.
  • Eine Abholung über Sperrmüll oder einen Dienstleister ist bequem, aber je nach Kommune kostenpflichtig (etwa 0 bis 60 Euro).
  • Wichtig ist, dass der Kältekreislauf unbeschädigt bleibt: Niemals den Kompressor oder Leitungen aufschneiden, sonst entweichen Kältemittel.

Wohin mit dem Kühlschrank? Die Entsorgungswege

Für die Kühlschrank-Entsorgung gibt es mehrere Wege. Welcher passt, hängt von Transportmöglichkeit, Budget und davon ab, ob Sie ohnehin ein neues Gerät kaufen. Die folgende Übersicht zeigt die Eignung im Vergleich.

Weg Eignung Kosten
Kommunaler Wertstoffhof / Recyclinghof Wenn Sie das Gerät selbst transportieren können. Annahme als Elektroschrott. für Privathaushalte meist kostenlos
Rücknahme im Handel (beim Neukauf) Wenn Sie ein neues Kühlgerät kaufen. Altgerät wird Zug um Zug mitgenommen. kostenlos (gesetzliche Pflicht)
Rücknahme im Handel (ohne Neukauf) Große Elektromärkte ab 400 m² Verkaufsfläche nehmen Geräte auch ohne Neukauf an. kostenlos
Sperrmüll-Abholung der Kommune Wenn Sie keinen Transport haben. Anmeldung beim Entsorger nötig. 0 bis ca. 60 € je nach Kommune
Gewerblicher Abhol-/Entsorgungsdienst Bequeme Abholung ab Wohnung, oft kurzfristig und mit Tragehilfe. ca. 30 bis 90 €
Verschenken / Verkaufen Nur bei voll funktionsfähigen, sparsamen Geräten sinnvoll. ggf. Erlös
Nicht erlaubt: Restmüll, Sondermüll-Sammelstelle (das Schadstoffmobil nimmt keine Großgeräte), wildes Abstellen am Straßenrand oder am Container. Ein achtlos entsorgter Kühlschrank gilt als illegale Müllablagerung und kann mit einem Bußgeld geahndet werden.

Wertstoffhof – der Standardweg

Der kommunale Wertstoffhof (auch Recyclinghof oder Bauhof) ist die naheliegendste Adresse. Kühlgeräte werden dort als Elektro-Altgeräte angenommen und in der Regel gebührenfrei für Privathaushalte entgegengenommen. Sie laden den Kühlschrank ab, das Personal sorgt für die fachgerechte Weitergabe an einen zertifizierten Verwerter. Bringen Sie das Gerät stehend und transportieren Sie es schonend, damit der Kältekreislauf intakt bleibt.

Rücknahme im Handel – besonders praktisch beim Neukauf

Nach dem ElektroG sind größere Händler zur Rücknahme verpflichtet. Das betrifft Geschäfte mit mehr als 400 m² Verkaufsfläche für Elektrogeräte sowie große Lebensmittelhändler und Online-Shops mit entsprechender Lager-/Versandfläche. Beim Kauf eines neuen Kühlschranks muss das Altgerät kostenlos zurückgenommen werden – bei Lieferung nach Hause auch direkt vor Ort. Kleingeräte werden ohnehin ohne Neukauf angenommen; bei einem Großgerät wie dem Kühlschrank ist die Rücknahme ohne Neukauf an einen Neukauf desselben Gerätetyps gekoppelt oder erfolgt am Markt selbst.

Sperrmüll und Abholdienste – wenn der Transport fehlt

Haben Sie kein passendes Fahrzeug, lohnt der Blick in die Abfallsatzung Ihrer Kommune: Vielerorts wird der Kühlschrank im Rahmen einer Sperrmüll- oder Elektrogroßgeräte-Abholung mitgenommen. In manchen Städten ist eine Abholung pro Jahr kostenlos, in anderen fällt eine Gebühr an. Alternativ holen gewerbliche Dienstleister das Gerät gegen Entgelt ab – das ist bequem, aber teurer als die Selbstanlieferung.

Was kostet die Entsorgung eines Kühlschranks?

Die Kosten hängen vom gewählten Weg und Ihrer Kommune ab. Folgende Spannen sind 2026 realistisch:

Variante Kosten (Richtwert)
Selbstanlieferung am Wertstoffhof meist 0 € für Privathaushalte
Rücknahme beim Neukauf (Lieferung) 0 €
Rücknahme im großen Elektromarkt 0 €
Kommunale Sperrmüll-/Großgeräteabholung 0 bis ca. 60 € je nach Kommune
Privater Abholdienst ca. 30 bis 90 €

Wer den Kühlschrank selbst transportieren kann, fährt fast immer kostenlos. Kosten entstehen vor allem dann, wenn Sie Komfort durch eine Abholung „bis vor die Tür“ wünschen. Bevor Sie einen privaten Dienst beauftragen, prüfen Sie immer zuerst die kostenlose Rücknahme beim Händler und das Angebot Ihres kommunalen Entsorgers. Weitere Wege rund um Elektro- und Haushaltsabfall finden Sie in unserem Überblick Abfall richtig entsorgen.

Tipp: Beim Kauf eines neuen Kühlschranks im Onlineshop können Sie die kostenlose Mitnahme des Altgeräts meist direkt im Bestellprozess auswählen. So sparen Sie sich Transport und Gebühr in einem Schritt.

Schritt für Schritt: Kühlschrank richtig entsorgen

  1. Gerät leeren und abtauen: Räumen Sie den Kühlschrank vollständig aus, ziehen Sie den Netzstecker und lassen Sie ihn abtauen. Wischen Sie Tauwasser auf, damit beim Transport nichts ausläuft.
  2. Zubehör entnehmen: Lose Glasplatten, Einschübe und Fächer herausnehmen und sichern, damit sie nicht zerbrechen. Diese gehören zusammen mit dem Gerät zur Entsorgung.
  3. Entsorgungsweg wählen: Entscheiden Sie sich für Wertstoffhof, Händlerrücknahme oder Abholung. Bei einer Abholung melden Sie das Gerät vorab bei der Kommune oder dem Händler an.
  4. Schonend transportieren: Den Kühlschrank möglichst stehend bewegen und nicht stoßen. So bleibt der Kältekreislauf mit dem Kältemittel unbeschädigt.
  5. Abgeben und Behandlung dokumentieren lassen: Am Wertstoffhof oder bei der Rücknahme wird das Gerät als Elektro-Altgerät erfasst und an einen zertifizierten Betrieb zur fachgerechten Entgasung und Verwertung weitergegeben.
Wichtig: Beschädigen Sie das Gerät nicht eigenmächtig. Wer Kompressor oder Leitungen aufschneidet, lässt klimaschädliche Kältemittel entweichen – das ist umweltschädlich und kann rechtliche Folgen haben. Die Entgasung übernehmen ausschließlich Fachbetriebe.

Checkliste

  • Kühlschrank ist geleert, abgetaut und der Netzstecker gezogen
  • Lose Fächer und Glasplatten entnommen und gesichert
  • Entsorgungsweg gewählt (Wertstoffhof, Handel oder Abholung)
  • Bei Abholung: Termin bei Kommune oder Händler angemeldet
  • Transport stehend und schonend geplant, Kältekreislauf bleibt intakt
  • Bei Neukauf: kostenlose Rücknahme des Altgeräts vereinbart
  • Keine Entsorgung über Restmüll oder am Straßenrand

Tipps

  • Erst Rücknahme prüfen, dann zahlen: Bevor Sie einen kostenpflichtigen Abholdienst buchen, klären Sie die kostenlose Mitnahme beim Händler oder die Abgabe am Wertstoffhof.
  • Funktionierende Geräte weitergeben: Läuft der Kühlschrank noch und ist sparsam, sind Verschenken oder Spenden (etwa an soziale Einrichtungen) sinnvoller als die Entsorgung. Sehr alte, stromfressende Geräte sollten Sie dagegen aus dem Verkehr ziehen.
  • Mehrere Geräte bündeln: Steht ohnehin Sperrmüll an, lassen sich Kühlschrank, Gefriergerät und Co. oft in einem Abholtermin zusammenfassen.
  • Daten- und Wertgegenstände prüfen: Schauen Sie vor der Abgabe in alle Fächer und hinter Schubladen – häufig bleibt Vergessenes zurück.
  • Abfallsatzung der Kommune lesen: Sie nennt verbindlich, ob die Abholung kostenlos ist, wie oft sie möglich ist und wie Sie sie anmelden.

Häufig gestellte Fragen

Wo kann man einen Kühlschrank entsorgen?

Am einfachsten geben Sie das Gerät am kommunalen Wertstoffhof ab – dort wird es als Elektroschrott angenommen und ist für Privathaushalte meist kostenlos. Alternativ nehmen größere Elektro-Händler und Online-Shops Altgeräte zurück, beim Neukauf sogar direkt bei der Lieferung. Wenn Sie keinen Transport haben, bietet sich die Sperrmüll- oder Großgeräteabholung Ihrer Kommune an.

Wo kann ich meinen alten Kühlschrank entsorgen?

Ihr alter Kühlschrank gehört zum Elektro-Altgerät und kann am Wertstoffhof, über die Händlerrücknahme oder per Abholung entsorgt werden. Beim Kauf eines neuen Geräts ist die Rücknahme des alten gesetzlich kostenlos. Wichtig ist nur, dass Sie ihn nicht in den Restmüll geben und den Kältekreislauf nicht beschädigen.

Was kostet es, einen Kühlschrank zu entsorgen?

Bringen Sie das Gerät selbst zum Wertstoffhof, ist die Entsorgung für Privathaushalte in der Regel kostenlos. Auch die Rücknahme im Handel und bei einem Neukauf kostet nichts. Kosten entstehen vor allem bei einer Abholung: Die kommunale Sperrmüllabholung liegt je nach Kommune zwischen 0 und etwa 60 Euro, private Abholdienste verlangen meist 30 bis 90 Euro.

Wie kann ich einen Kühlschrank entsorgen?

Leeren und tauen Sie das Gerät zunächst ab, ziehen Sie den Netzstecker und nehmen Sie lose Fächer heraus. Anschließend bringen Sie den Kühlschrank stehend zum Wertstoffhof, geben ihn beim Händler ab oder lassen ihn abholen. Beschädigen Sie das Gerät nicht selbst – die fachgerechte Entgasung des Kältemittels übernimmt ein zertifizierter Betrieb.

Darf ein Kühlschrank in den Restmüll oder Sperrmüll?

In den Restmüll darf ein Kühlschrank auf keinen Fall – er ist Elektroschrott und muss getrennt gesammelt werden. Über den Sperrmüll ist die Entsorgung dagegen oft möglich, wenn Ihre Kommune Elektrogroßgeräte im Rahmen der Sperrmüllabholung mitnimmt. Prüfen Sie dazu die Abfallsatzung; teils ist eine Anmeldung und eine Gebühr nötig.

Warum gelten für Kühlschränke besondere Regeln?

Kühlschränke enthalten Kältemittel und teilweise treibhauswirksame Stoffe in der Dämmung. Werden diese unkontrolliert freigesetzt, schaden sie Klima und Umwelt. Deshalb müssen Kühlgeräte als „Wärmeüberträger“ getrennt gesammelt und in spezialisierten Anlagen entgast und zerlegt werden – das ist der Grund, warum sie nicht in den Hausmüll dürfen.

Kann ich einen funktionierenden Kühlschrank verschenken statt entsorgen?

Ja, das ist bei voll funktionsfähigen und einigermaßen sparsamen Geräten sinnvoll. Sie können den Kühlschrank über Kleinanzeigen verschenken, an Bekannte weitergeben oder sozialen Einrichtungen anbieten. Bei sehr alten Geräten lohnt sich das meist nicht, weil der hohe Stromverbrauch die Weiternutzung unwirtschaftlich macht – dann ist die fachgerechte Entsorgung die bessere Wahl.

Muss ich das Kühlmittel selbst entfernen?

Nein, und Sie dürfen es auch nicht. Das Ablassen des Kältemittels und das Öffnen des Kältekreislaufs sind ausschließlich Fachbetrieben mit entsprechender Zertifizierung erlaubt. Ihre Aufgabe ist nur, das Gerät unbeschädigt zur Sammelstelle zu bringen. Dort wird es korrekt entgast und recycelt.


Hände werfen gebrauchte Haushaltsbatterien in eine grüne Sammelbox im Handel

Batterien entsorgen: Wohin damit? Alle Rückgabestellen, Kosten und Regeln 2026

Batterien entsorgen: Wohin damit? Alle Rückgabestellen und Regeln 2026

Batterien und Akkus gehören nie in den Hausmüll. Sie enthalten Schwermetalle und reaktive Stoffe, die in der Restmülltonne Brände auslösen und Schadstoffe freisetzen können. Die gute Nachricht: Die Rückgabe ist überall in Deutschland kostenlos und gesetzlich geregelt. Hier erfahren Sie, wo Sie Altbatterien abgeben, wie Sie Lithium-Akkus sicher zurückbringen und worauf Sie bei ausgelaufenen oder beschädigten Batterien achten müssen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Niemals in den Hausmüll: Batterien und Akkus müssen getrennt gesammelt werden – das schreibt das Batteriegesetz (BattG) vor.
  • Rückgabe ist immer kostenlos: An grünen Sammelboxen im Handel, am Wertstoffhof und beim Schadstoffmobil zahlen Sie nichts.
  • Überall, wo verkauft wird, wird zurückgenommen: Supermärkte, Drogerien, Baumärkte und Elektroläden sind zur kostenlosen Annahme verpflichtet.
  • Lithium-Akkus extra sichern: Pole abkleben und beschädigte Akkus separat abgeben – sie sind brandgefährlich.
  • Pfand bei Fahrzeug-Starterbatterien: Für Auto-Bleibatterien gilt ein gesetzliches Pfand von 7,50 Euro.

Wohin mit Batterien? Die Entsorgungswege im Überblick

Für fast alle Haushaltsbatterien gibt es kurze Wege. Welcher Weg passt, hängt vom Batterietyp ab. Wenn Sie auch andere Wertstoffe loswerden möchten, finden Sie eine Gesamtübersicht unter Abfall richtig entsorgen.

Entsorgungsweg Geeignet für Kosten Hinweis
Sammelbox im Handel (grüne Box, GRS) Geräte­batterien, Knopfzellen, kleine Akkus kostenlos An jeder Kasse, wo Batterien verkauft werden
Wertstoffhof / Recyclinghof Alle Typen inkl. Lithium-Akkus, Bleibatterien kostenlos (Privathaushalte) Auch für größere Mengen geeignet
Schadstoffmobil Alle Typen, besonders beschädigte/ausgelaufene kostenlos Termine im kommunalen Abfallkalender
Elektrofachhandel / Baumarkt Akkus, Werkzeug-Akkus, Knopfzellen kostenlos Rücknahme auch ohne Neukauf
Kfz-Werkstatt / Tankstelle Auto-Starterbatterien (Blei) kostenlos, 7,50 € Pfand zurück Pfandbeleg aufbewahren
Restmülltonne – nicht erlaubt – verboten Brand- und Umweltgefahr, bußgeldbewehrt

Faustregel: Kleine Batterien und Knopfzellen kommen in die grüne Sammelbox im Geschäft. Alles Größere, Beschädigte oder Auto-Batterien gehören zum Wertstoffhof oder Schadstoffmobil.

Welche Batterietypen gibt es – und wo gehören sie hin?

  • Gerätebatterien (AA, AAA, 9-V-Block, Knopfzellen): Sammelbox im Handel oder Wertstoffhof.
  • Lithium-Ionen-Akkus (Handy, Laptop, E-Bike, Werkzeug): Wertstoffhof oder Fachhandel; Pole abkleben.
  • Knopfzellen (Uhren, Hörgeräte): enthalten oft Quecksilber oder Silber – immer separat über die Sammelbox.
  • Blei-Starterbatterien (Kfz): Werkstatt, Tankstelle oder Wertstoffhof; Pfand zurückfordern.
  • Industrie-/Solarspeicher-Batterien: über den Hersteller oder Installateur; nicht in die Haushaltssammlung.

Was kostet die Entsorgung von Batterien?

Für private Haushalte ist die Rückgabe von Altbatterien in Deutschland grundsätzlich kostenlos. Die Sammlung und das Recycling werden über die Hersteller und Importeure finanziert (geregelt im Batteriegesetz). Sie zahlen weder an der Sammelbox im Handel noch beim Schadstoffmobil.

Situation Kosten
Gerätebatterien im Handel / Wertstoffhof 0 € (kostenlos)
Lithium-Akkus am Wertstoffhof in der Regel 0 €
Auto-Starterbatterie ohne Pfandbeleg 0 € Annahme, aber 7,50 € Pfand verfällt
Große Mengen / gewerbliche Abgabe je nach Kommune ggf. Entgelt

Hinweis: Gewerbliche Anfallstellen (Betriebe) unterliegen teils anderen Regeln und müssen größere Mengen ggf. über spezielle Rücknahmesysteme abgeben. Privatpersonen sind davon nicht betroffen.

Schritt für Schritt: Batterien richtig entsorgen

  1. Batterietyp bestimmen: Schauen Sie nach dem Aufdruck – Alkaline, Lithium (Li), Blei (Pb), Nickel-Metallhydrid (NiMH) oder Knopfzelle.
  2. Aus Geräten entnehmen: Batterien und Akkus müssen vor der Geräteentsorgung herausgenommen werden, sofern sie sich zerstörungsfrei entnehmen lassen.
  3. Pole sichern: Bei 9-V-Blöcken, Lithium- und Knopfzellen die Kontakte mit Klebeband abkleben, um Kurzschlüsse und Brände zu verhindern.
  4. Beschädigte Akkus separieren: Aufgeblähte, ausgelaufene oder heiß gewordene Akkus einzeln in einen feuerfesten Behälter (z. B. Glas oder Metalldose) geben.
  5. Rückgabestelle wählen: Kleinbatterien zur Sammelbox im Handel, beschädigte oder große Akkus zum Wertstoffhof oder Schadstoffmobil.
  6. Abgeben: Box-Batterien einfach einwerfen; am Wertstoffhof dem Personal übergeben und auf separate Sammelbehälter achten.

Checkliste

  • ☐ Batterien aus allen Geräten entnommen?
  • ☐ Pole von Lithium-, Knopf- und 9-V-Batterien abgeklebt?
  • ☐ Beschädigte oder ausgelaufene Akkus separat und feuerfest verpackt?
  • ☐ Auto-Batterie samt Pfandbeleg zur Rückgabe vorbereitet?
  • ☐ Passende Rückgabestelle gewählt (Handel, Wertstoffhof, Schadstoffmobil)?
  • ☐ Sichergestellt, dass nichts in der Restmülltonne landet?

Tipps

Brandgefahr durch Lithium: Lithium-Akkus sind die häufigste Brandursache in Müllfahrzeugen und Sortieranlagen. Kleben Sie die Pole ab und werfen Sie Akkus nie lose in den Müll.

  • Sammelbehälter zu Hause: Eine kleine Dose im Hauswirtschaftsraum sammelt Altbatterien sicher, bis der nächste Einkauf ansteht.
  • Knopfzellen für Kinder unzugänglich lagern: Verschluckte Knopfzellen sind lebensgefährlich – bis zur Abgabe sicher aufbewahren.
  • Auf das Mülltonnen-Symbol achten: Die durchgestrichene Tonne auf jeder Batterie bedeutet: getrennt sammeln, nicht in den Restmüll.
  • E-Bike- und Werkzeug-Akkus zum Fachhandel: Große Lithium-Akkus nimmt der Verkäufer meist direkt zurück.
  • Pfandbeleg sichern: Beim Kauf einer Auto-Batterie ohne Altbatterie-Rückgabe zahlen Sie 7,50 € Pfand – mit Rückgabe und Beleg bekommen Sie es zurück.

Häufig gestellte Fragen

Wo kann man Batterien entsorgen?

Altbatterien geben Sie kostenlos an den grünen Sammelboxen im Handel ab – also überall dort, wo Batterien verkauft werden: Supermärkte, Drogerien, Baumärkte, Elektroläden. Größere Mengen, Auto-Batterien und beschädigte Akkus nimmt der Wertstoffhof oder das Schadstoffmobil an.

Wo kann ich Batterien in der Nähe entsorgen?

Die nächste Rückgabestelle ist meist der eigene Supermarkt oder Drogeriemarkt: Jedes Geschäft, das Batterien führt, muss sie auch zurücknehmen. Zusätzlich finden Sie Sammelstellen über den kommunalen Abfallkalender oder die Standortsuche der Stiftung GRS Batterien.

Darf man Batterien in den Hausmüll werfen?

Nein. Das ist gesetzlich verboten und kann mit Bußgeld geahndet werden. Batterien enthalten Schwermetalle und Lithium-Akkus können Brände auslösen. Die getrennte Sammlung ist im Batteriegesetz vorgeschrieben.

Muss ich Akkus aus Geräten entnehmen?

Ja, sofern sich der Akku zerstörungsfrei herausnehmen lässt. Batterien und Akkus gehören in die Batteriesammlung, das leere Gerät in die Elektroschrott-Sammlung. Lässt sich der Akku fest verbaut nicht entnehmen, geben Sie das Gerät komplett beim Wertstoffhof oder Elektrohandel ab.

Wie entsorge ich ausgelaufene Batterien?

Berühren Sie die ausgetretene Masse nicht mit bloßen Händen (Handschuhe verwenden). Verpacken Sie die Batterie einzeln, etwa in einem verschließbaren Beutel oder einer Dose, und geben Sie sie am besten beim Schadstoffmobil oder Wertstoffhof ab. Reinigen Sie das Batteriefach mit einem trockenen Tuch.

Wohin mit Lithium-Akkus von Handy, Laptop oder E-Bike?

Lithium-Ionen-Akkus geben Sie am Wertstoffhof oder im Elektro-/Fachhandel ab. Kleben Sie die Pole vorher ab. Aufgeblähte oder beschädigte Akkus sind brandgefährlich – verpacken Sie sie feuerfest und weisen Sie das Personal beim Abgeben darauf hin.

Was kostet die Batterieentsorgung?

Für Privathaushalte ist die Rückgabe kostenlos – egal ob im Handel, am Wertstoffhof oder beim Schadstoffmobil. Finanziert wird das Recycling über die Hersteller. Bei Auto-Starterbatterien zahlen Sie beim Kauf 7,50 € Pfand, das Sie bei Rückgabe mit Beleg zurückerhalten.

Kann ich Batterien im Supermarkt abgeben?

Ja. Supermärkte und Drogerien, die Batterien verkaufen, sind zur kostenlosen Rücknahme verpflichtet – meist über eine grüne Sammelbox im Eingangs- oder Kassenbereich. Ein Neukauf ist dafür nicht nötig.


Person gibt alte Elektrogeräte am Annahmecontainer eines kommunalen Wertstoffhofs für Elektroschrott ab

Elektroschrott entsorgen: Wertstoffhof, Handel-Rücknahme & Abholung

Elektroschrott entsorgen: Wertstoffhof, Handel-Rücknahme und Abholung

Alte Toaster, ausgediente Handys, kaputte Föhne oder ein defekter Fernseher: Elektrogeräte gehören niemals in den Restmüll. Sie enthalten wertvolle Rohstoffe und zugleich Schadstoffe, die fachgerecht behandelt werden müssen. In Deutschland nehmen Wertstoffhöfe, der Handel und Schadstoffmobile Elektroschrott kostenlos zurück. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, welcher Entsorgungsweg für welches Gerät passt, was er kostet und worauf Sie vor der Abgabe achten sollten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Verbot: Elektroaltgeräte dürfen seit Jahren nicht mehr in den Hausmüll. Das durchgestrichene Mülltonnen-Symbol auf dem Gerät bedeutet: getrennt sammeln.
  • Kostenlos: Die Rückgabe ist für private Haushalte grundsätzlich gebührenfrei – sowohl am kommunalen Wertstoffhof als auch im Handel.
  • Handel-Rücknahme: Große Elektromärkte und Lebensmittelhändler mit großer Verkaufsfläche müssen kleine Geräte ohne Neukauf annehmen, große Geräte beim Kauf eines gleichwertigen Neugeräts.
  • Daten löschen: Bei Handys, Laptops und Festplatten vor der Abgabe persönliche Daten sichern und das Gerät zurücksetzen.
  • Batterien und Akkus möglichst vorher entnehmen und getrennt entsorgen – sie sind eine häufige Brandursache in der Verwertung.

Wohin mit Elektroschrott? Die Entsorgungswege

Für Elektroaltgeräte gibt es mehrere gleichwertige, kostenlose Wege. Welcher der beste ist, hängt von Größe und Art des Geräts ab. Die folgende Übersicht ordnet die typischen Optionen ein. Eine breitere Einordnung aller Abfallarten finden Sie auf der Übersichtsseite Abfall richtig entsorgen.

Entsorgungsweg Geeignet für Kosten
Kommunaler Wertstoffhof / Recyclinghof Alle Gerätearten, von der Kabeltrommel bis zur Waschmaschine In der Regel kostenlos für Haushaltsmengen
Handel-Rücknahme (Elektromarkt, großer Supermarkt) Kleingeräte bis 25 cm Kantenlänge ohne Neukauf; große Geräte beim Kauf eines vergleichbaren Neugeräts Kostenlos
Schadstoffmobil Vor allem kleine Geräte und schadstoffhaltige Bauteile; Angebot je nach Kommune Kostenlos
Abholung durch den Entsorger Große Haushaltsgeräte (Kühlschrank, Herd, Waschmaschine) Häufig kostenlos oder geringe Gebühr – je nach Kommune
Lieferung mit Neugerät Großgeräte: Onlinehändler und Märkte müssen das Altgerät bei Anlieferung mitnehmen Kostenlos (bei Anlieferung des Neugeräts)
Wohltätige Sammlung / Wiederverwendung Noch funktionsfähige Geräte (Repair-Café, Gebrauchtbörse, Sozialkaufhaus) Kostenlos, teils mit kleinem Erlös

Eine praktische Faustregel: Kleingeräte (Rasierer, Ladegerät, altes Handy) geben Sie am schnellsten beim nächsten Elektromarkt ab – dort gibt es Sammelboxen, und Sie müssen nichts kaufen. Großgeräte bringen Sie zum Wertstoffhof oder lassen sie bei Lieferung des Neugeräts mitnehmen.

Was kostet die Entsorgung von Elektroschrott?

Für private Haushalte ist die Entsorgung von Elektroaltgeräten in den meisten Fällen kostenlos. Das gilt für die Abgabe am kommunalen Wertstoffhof, die Rücknahme im Handel und am Schadstoffmobil. Finanziert wird das System über die Herstellerverantwortung – die Kosten sind also bereits im Kaufpreis neuer Geräte enthalten.

Gebühren können aber im Einzelfall anfallen:

  • Abholung von Großgeräten zuhause: 0 bis etwa 40 Euro pro Abholung oder pro Gerät, je nach Kommune und Entsorger.
  • Gewerbliche Mengen oder große Stückzahlen aus einem Haushalt können kostenpflichtig sein – hier lohnt eine vorherige Nachfrage.
  • Private Schrotthändler nehmen manchen Elektroschrott an, zahlen aber meist nur für metallhaltige Großgeräte etwas; für gemischten Elektroschrott gibt es in der Regel kein Geld.

Konkrete Beträge unterscheiden sich von Kommune zu Kommune. Verbindlich sind immer die Gebührensatzung Ihres Abfallwirtschaftsbetriebs und die Auskunft Ihres örtlichen Wertstoffhofs.

Schritt für Schritt: Elektroschrott richtig entsorgen

  1. Gerät einordnen. Prüfen Sie, ob es sich um ein Klein- oder Großgerät handelt und ob es noch funktioniert. Funktionierende Geräte können Sie weitergeben statt entsorgen.
  2. Daten sichern und löschen. Bei Handy, Tablet, Laptop oder externer Festplatte: wichtige Daten sichern, dann das Gerät auf Werkseinstellungen zurücksetzen und SIM- sowie Speicherkarten entnehmen.
  3. Batterien und Akkus entnehmen. Lose entnehmbare Batterien und Akkus heraus und getrennt in die Sammelbox geben. Fest verbaute Akkus bleiben im Gerät – weisen Sie an der Annahmestelle gegebenenfalls darauf hin.
  4. Entsorgungsweg wählen. Kleingerät zum Elektromarkt, Großgerät zum Wertstoffhof oder zur Abholung anmelden. Öffnungszeiten und ob eine Voranmeldung nötig ist, vorher prüfen.
  5. Abgeben oder abholen lassen. Geben Sie das Gerät an der ausgewiesenen Sammelstelle ab. Bei der Lieferung eines Neugeräts vereinbaren Sie die Mitnahme des Altgeräts direkt beim Kauf.

Checkliste

  • Gerät trägt das Symbol der durchgestrichenen Mülltonne – gehört also in die getrennte Sammlung.
  • Persönliche Daten gesichert und Gerät zurückgesetzt.
  • SIM-, Speicherkarten und entnehmbare Akkus/Batterien entfernt.
  • Passenden Entsorgungsweg gewählt (Handel, Wertstoffhof, Schadstoffmobil, Abholung).
  • Öffnungszeiten geprüft bzw. Abholung oder Mitnahme angemeldet.
  • Bei Großgeräten geklärt, ob Kosten anfallen.
  • Noch funktionsfähige Geräte vorab auf Weitergabe oder Reparatur geprüft.

Tipps

  • Reparieren statt wegwerfen. In vielen Städten gibt es Repair-Cafés, in denen ehrenamtliche Helfer kostenlos beim Reparieren unterstützen. Das spart Rohstoffe und Geld.
  • Akkus sind brandgefährlich. Beschädigte Lithium-Akkus können sich entzünden. Lose Akkus deshalb getrennt abgeben und Pole bei Bedarf abkleben.
  • Sammelboxen für Kleingeräte stehen oft direkt im Eingangsbereich großer Elektromärkte – ideal, um Ladekabel, Fernbedienungen oder alte Handys nebenbei loszuwerden.
  • Vorsicht bei der Wertstofftonne. Manche Kommunen bieten eine separate Tonne für kleine Elektrogeräte an. Ob das bei Ihnen gilt, klärt Ihr Abfallkalender.
  • Beim Onlinekauf von Großgeräten die kostenlose Mitnahme des Altgeräts gleich mitbestellen – dazu sind Versandhändler verpflichtet.

Häufig gestellte Fragen

Wo kann man Elektroschrott entsorgen?

Am einfachsten geben Sie Elektroaltgeräte am kommunalen Wertstoffhof oder im Handel ab. Große Elektromärkte und Supermärkte mit großer Verkaufsfläche nehmen Kleingeräte bis 25 cm Kantenlänge auch ohne Neukauf zurück. Zusätzlich gibt es vielerorts Schadstoffmobile und Sammelaktionen.

Was kostet es, Elektroschrott zu entsorgen?

Für private Haushalte ist die Entsorgung in aller Regel kostenlos – am Wertstoffhof, im Handel und am Schadstoffmobil. Kosten können nur bei der Abholung großer Geräte von zuhause oder bei sehr großen Mengen anfallen, üblicherweise zwischen 0 und rund 40 Euro je nach Kommune.

Wer holt kostenlos Elektroschrott ab?

Beim Kauf eines neuen Großgeräts müssen Händler das alte, gleichwertige Gerät bei der Anlieferung kostenlos mitnehmen. Unabhängig davon bieten viele kommunale Entsorger eine Sperrmüll- oder Großgeräteabholung an, die teils kostenlos, teils gegen eine kleine Gebühr erfolgt. Den genauen Service erfahren Sie bei Ihrem örtlichen Abfallwirtschaftsbetrieb.

Was zählt zu Elektroschrott?

Zum Elektroschrott gehören alle Geräte mit Stecker, Akku oder Batterie – vom Toaster über Lampen, Werkzeuge und Spielzeug mit Elektronik bis zu Kühlschrank, Fernseher und Smartphone. Faustregel: Trägt das Gerät das Symbol der durchgestrichenen Mülltonne, ist es ein Elektroaltgerät und muss getrennt gesammelt werden.

Wo kann man alte Handys entsorgen?

Alte Handys nehmen Elektromärkte über Sammelboxen kostenlos zurück, ebenso die Wertstoffhöfe. Auch viele gemeinnützige Organisationen und Mobilfunkanbieter sammeln Althandys. Wichtig: Vorher Daten sichern, das Gerät zurücksetzen und SIM- sowie Speicherkarte entnehmen.

Bekommt man für Elektroschrott Geld?

Für gemischten Elektroschrott gibt es in der Regel kein Geld. Lediglich für metallhaltige Großgeräte zahlen manche Schrotthändler einen kleinen Betrag. Funktionierende Geräte oder Smartphones lassen sich dagegen häufig über Ankaufportale oder Gebrauchtbörsen noch verkaufen.

Lohnt sich Gold aus Elektroschrott?

In Elektrogeräten stecken tatsächlich Edelmetalle wie Gold, allerdings in winzigen Mengen pro Gerät. Eine wirtschaftliche Rückgewinnung gelingt nur in großtechnischen Recyclinganlagen, nicht im Privathaushalt. Der Wert für Verbraucher liegt deshalb in der korrekten Sammlung, damit diese Rohstoffe überhaupt zurückgewonnen werden können.

Was passiert mit Elektroschrott auf dem Wertstoffhof?

Am Wertstoffhof werden die Geräte nach Gerätegruppen getrennt gesammelt und an zertifizierte Erstbehandlungsanlagen weitergegeben. Dort werden Schadstoffe wie Quecksilber oder bestimmte Kältemittel sicher entnommen und Wertstoffe wie Metalle, Kunststoffe und Glas für das Recycling aufbereitet.


Mann gibt eine alte Matratze am Wertstoffhof in einen Sammelcontainer

Matratze entsorgen: Wertstoffhof, Sperrmüll & Kosten 2026

Matratze entsorgen: Wertstoffhof, Sperrmüll und Kosten im Überblick

Eine durchgelegene Matratze gehört nicht in die Restmülltonne – dafür ist sie schlicht zu groß. Stattdessen bringen Sie sie zum Wertstoffhof, melden sie zur Sperrmüllabholung an oder geben sie beim Kauf einer neuen Matratze im Handel zurück. Welcher Weg für Sie der einfachste und günstigste ist, hängt vor allem von Ihrer Kommune ab. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen alle Möglichkeiten, was sie kosten und worauf Sie achten sollten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Wertstoffhof ist meist der schnellste Weg – in vielen Kommunen ist die Anlieferung einzelner Matratzen kostenlos, anderswo wird eine kleine Gebühr fällig.
  • Die Sperrmüllabholung holt die Matratze vor der Haustür ab; oft gibt es pro Haushalt eine bestimmte Menge im Jahr gratis, zusätzliche Termine oder Mengen kosten extra.
  • Beim Kauf einer neuen Matratze nimmt der Handel die alte häufig zurück – manchmal kostenlos, manchmal gegen Aufpreis.
  • Eine Matratze gehört nicht in die Restmülltonne und auf keinen Fall in den Wald oder neben Altkleidercontainer – wildes Ablagern ist eine Ordnungswidrigkeit.
  • Gut erhaltene Matratzen lassen sich verschenken oder spenden, sofern sie sauber und hygienisch einwandfrei sind.

Wohin mit der Matratze? Die Entsorgungswege

Matratzen gelten als Sperrmüll, weil sie sperrig und nicht zerlegbar in eine normale Tonne passen. Aus demselben Grund führen mehrere Wege zum Ziel. Die folgende Übersicht zeigt, welcher Weg sich für welche Situation eignet.

Entsorgungsweg Geeignet für Aufwand / Hinweis
Wertstoffhof / Recyclinghof Alle Matratzentypen, wenn Sie ein Transportfahrzeug haben Selbst hinbringen; oft kostenlos oder geringe Gebühr
Sperrmüllabholung Wer kein Auto hat oder mehrere große Teile entsorgt Termin anmelden, am Abholtag rausstellen
Handel-Rücknahme Beim Kauf einer neuen Matratze Mitnahme bei Lieferung; Bedingungen vorab klären
Verschenken / Spenden Gut erhaltene, saubere Matratzen Sozialkaufhaus, Kleinanzeigen, Verschenkmarkt
Sperrgut-Service privater Anbieter Wer sich um nichts kümmern will Abholung gegen Gebühr, oft kurzfristig
Restmülltonne Nur kleinste, zerschnittene Reste (in Ausnahmen) Ganze Matratze passt nicht – kein gangbarer Weg

Wertstoffhof – der Klassiker

Auf dem kommunalen Wertstoff- oder Recyclinghof können Sie Ihre Matratze direkt abgeben. Sie wird dort als Sperrmüll gesammelt und überwiegend energetisch verwertet, also verbrannt; ein Teil der Schaumstoffe und Federkerne lässt sich auch stofflich recyceln. Sie brauchen ein Fahrzeug, in das die Matratze passt – eine zusammengerollte Matratze lässt sich oft sogar im Kombi oder mit umgeklappter Rückbank transportieren. Prüfen Sie vorab die Öffnungszeiten und ob Sie einen Nachweis über Ihren Wohnort (Ausweis, Abfallgebührenbescheid) vorlegen müssen.

Sperrmüllabholung – ohne eigenes Auto

Wenn Sie die Matratze nicht selbst transportieren können, ist die Sperrmüllabholung Ihrer Kommune die richtige Wahl. Sie melden den Sperrmüll online, telefonisch oder per Karte an, bekommen einen Abholtermin und stellen die Matratze am Morgen des Termins gut sichtbar an die Straße. In vielen Städten gibt es pro Haushalt ein bestimmtes Freikontingent im Jahr; darüber hinaus oder bei Wunschterminen fällt eine Gebühr an.

Handel-Rücknahme beim Neukauf

Kaufen Sie eine neue Matratze, lohnt sich die Frage nach der Altmatratzen-Mitnahme. Viele Online-Händler und Möbelhäuser bieten an, die alte Matratze bei der Lieferung der neuen mitzunehmen – teils kostenlos als Service, teils gegen einen Aufpreis von wenigen Euro. Klären Sie die Bedingungen vor der Bestellung, denn nachträglich ist die Mitnahme meist nicht mehr buchbar.

Verschenken oder spenden

Ist die Matratze noch sauber, hygienisch einwandfrei und ohne Durchliegekuhlen, muss sie nicht in die Verwertung. Sozialkaufhäuser, manche Hilfsorganisationen oder lokale Verschenkmärkte und Kleinanzeigen-Portale nehmen gut erhaltene Matratzen an. Beachten Sie: Aus hygienischen Gründen lehnen viele Einrichtungen gebrauchte Matratzen grundsätzlich ab – fragen Sie deshalb vorher nach.

Nicht in den Wald, nicht neben den Container: Eine Matratze einfach an einer Straße, im Wald oder neben Altkleider- und Glascontainern abzustellen, ist illegale Müllablagerung und eine Ordnungswidrigkeit. Je nach Bundesland und Fall drohen empfindliche Bußgelder. Die legalen Wege sind weder teuer noch kompliziert.

Was kostet die Entsorgung von Matratzen?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht, weil die Abfallgebühren in Deutschland kommunal geregelt sind. Die folgenden Spannen geben Ihnen eine realistische Orientierung für 2026 – die genauen Beträge nennt Ihnen Ihr örtlicher Entsorgungsbetrieb.

Weg Typische Kosten
Wertstoffhof, einzelne Matratze kostenlos bis ca. 10 €, je nach Kommune
Sperrmüllabholung im Freikontingent oft kostenlos (1–2 Abholungen/Jahr inklusive)
Sperrmüll-Wunschtermin / Zusatzmenge ca. 20–60 €, je nach Stadt und Menge
Handel-Rücknahme beim Neukauf kostenlos bis ca. 30 €
Privater Sperrgut-Abholdienst ca. 30–80 € pro Abholung

Tipp: Über die Müllgebühren, die Sie ohnehin jährlich zahlen, ist die Sperrmüllentsorgung in vielen Kommunen teilweise schon abgedeckt. Prüfen Sie deshalb zuerst, ob Ihnen ein kostenloses Freikontingent zusteht, bevor Sie einen kostenpflichtigen Service buchen.

Schritt für Schritt: Matratze richtig entsorgen

  1. Zustand prüfen. Ist die Matratze sauber und gut erhalten? Dann kommen Verschenken oder Spenden infrage. Ist sie verschlissen, durchgelegen oder verschmutzt, geht es in die Verwertung.
  2. Weg wählen. Haben Sie ein passendes Fahrzeug, ist der Wertstoffhof am schnellsten. Ohne Auto melden Sie Sperrmüll an. Bei einem Neukauf klären Sie die Rücknahme direkt mit dem Händler.
  3. Kommune kontaktieren. Rufen Sie die Website Ihres Abfallwirtschaftsbetriebs auf oder nutzen Sie das Abfall-ABC bzw. den Sperrmüll-Anmeldedienst Ihrer Stadt. Dort stehen Öffnungszeiten, Gebühren und Freimengen.
  4. Matratze vorbereiten. Rollen oder falten Sie die Matratze zusammen und sichern Sie sie mit Gurten oder Spannseilen, damit sie den Transport übersteht und sich leichter handhaben lässt.
  5. Abgeben oder bereitstellen. Bringen Sie die Matratze zum Hof oder stellen Sie sie am Morgen des Abholtermins gut sichtbar an den Straßenrand – nicht früher, um wildes Ablagern durch Dritte zu vermeiden.
  6. Beleg aufbewahren. Bei kostenpflichtiger Entsorgung heben Sie die Quittung auf, falls später Rückfragen entstehen.

Checkliste

  • Zustand geprüft: verschenken/spenden oder verwerten?
  • Entsorgungsweg festgelegt (Wertstoffhof, Sperrmüll, Handel)
  • Öffnungszeiten, Gebühren und Freimengen der Kommune recherchiert
  • Bei Neukauf: Altmatratzen-Rücknahme vor der Bestellung geklärt
  • Matratze zusammengerollt und für den Transport gesichert
  • Sperrmüll erst am Abholtag rausgestellt
  • Beleg über kostenpflichtige Entsorgung aufbewahrt

Tipps

  • Mehrere Teile bündeln: Wenn Sie ohnehin Sperrmüll anmelden, geben Sie altes Bettgestell, Lattenrost und weitere große Teile in einem Termin mit ab – das spart Aufwand und oft auch Gebühren.
  • Freimenge ausschöpfen: Erkundigen Sie sich nach dem jährlichen Sperrmüll-Freikontingent Ihres Haushalts, bevor Sie kostenpflichtige Anbieter buchen.
  • Hygiene bei Spenden beachten: Verschenken Sie nur saubere, fleckenfreie Matratzen – verschmutzte Ware wird ohnehin abgelehnt und verursacht nur unnötige Wege.
  • Bezug abnehmen: Ist der Matratzenbezug abnehmbar und waschbar, lässt er sich getrennt in der Altkleidersammlung verwerten, wenn er aus Textil besteht – im Zweifel über die Restmülltonne.
  • Transport sichern: Eine zusammengerollte und verschnürte Matratze nimmt deutlich weniger Platz ein und passt häufig sogar in einen normalen Kombi.

Häufig gestellte Fragen

Wo kann ich eine Matratze entsorgen?

Am einfachsten geben Sie die Matratze auf dem kommunalen Wertstoff- oder Recyclinghof ab. Ohne eigenes Fahrzeug melden Sie sie zur Sperrmüllabholung an, die sie vor der Haustür abholt. Beim Kauf einer neuen Matratze nimmt zudem oft der Händler die alte mit. Gut erhaltene Matratzen können Sie außerdem verschenken oder spenden.

Darf eine Matratze in die Restmülltonne?

Nein – eine ganze Matratze passt nicht in die Restmülltonne und gehört dort auch nicht hinein. Sie zählt zum Sperrmüll und muss über Wertstoffhof oder Sperrmüllabholung entsorgt werden. Allenfalls kleinste, zerschnittene Reste lassen sich in Ausnahmefällen über die Restmülltonne entsorgen, was aber unpraktisch und meist nicht zulässig ist.

Was kostet es, eine Matratze zu entsorgen?

Das hängt von Ihrer Kommune ab. Auf dem Wertstoffhof ist die Abgabe einzelner Matratzen oft kostenlos oder kostet wenige Euro. Die Sperrmüllabholung ist im jährlichen Freikontingent häufig gratis; zusätzliche Termine oder Mengen kosten je nach Stadt etwa 20 bis 60 Euro. Private Abholdienste verlangen meist 30 bis 80 Euro.

Nimmt der Händler meine alte Matratze beim Neukauf mit?

Viele Online-Shops und Möbelhäuser bieten die Mitnahme der Altmatratze bei der Lieferung der neuen an – teils kostenlos, teils gegen einen kleinen Aufpreis. Diese Option müssen Sie in der Regel vor oder während der Bestellung auswählen. Klären Sie die Bedingungen daher rechtzeitig, denn nachträglich ist die Rücknahme meist nicht mehr buchbar.

Kann ich eine gebrauchte Matratze spenden?

Ja, sofern sie sauber, fleckenfrei und hygienisch einwandfrei ist. Sozialkaufhäuser, manche Hilfsorganisationen und Verschenkmärkte nehmen gut erhaltene Matratzen an. Aus hygienischen Gründen lehnen jedoch viele Einrichtungen gebrauchte Matratzen grundsätzlich ab – fragen Sie deshalb vorher nach, ob eine Annahme möglich ist.

Wie bereite ich eine Matratze für den Transport vor?

Rollen oder falten Sie die Matratze zusammen und sichern Sie sie mit Spanngurten oder Seilen. So nimmt sie weniger Platz ein und passt häufig sogar in einen normalen Kombi mit umgeklappter Rückbank. Achten Sie auf eine saubere Ladungssicherung, damit nichts verrutscht.

Was passiert mit der Matratze nach der Entsorgung?

Über Wertstoffhof und Sperrmüll gesammelte Matratzen werden überwiegend energetisch verwertet, also in Müllverbrennungsanlagen zur Energiegewinnung verbrannt. Ein wachsender Teil der Schaumstoffe, Federkerne und Textilien wird inzwischen auch stofflich recycelt und zu neuen Rohstoffen aufbereitet.

Darf ich meine Matratze einfach an die Straße stellen?

Nur am Tag eines angemeldeten Sperrmülltermins. Eine Matratze ohne Anmeldung dauerhaft an die Straße, in den Wald oder neben einen Altkleidercontainer zu stellen, ist illegale Müllablagerung und eine Ordnungswidrigkeit, die mit Bußgeld geahndet werden kann.

Eine Matratze ist nur eines von vielen Dingen im Haushalt, die sich nicht in der normalen Tonne entsorgen lassen. Wie Sie weitere Sperr-, Wert- und Problemstoffe richtig loswerden, erfahren Sie in unserem Überblick Abfall richtig entsorgen.